Betreiber der unweltfreundlichen Zukunftstechnologie ist die Fraport AG, Eigentümerin des Frankfurter Flughafens. In einem Pilotprojekt sichert die Fraport AG mit einem 5 kW-Brennstoffzellensystem von Rittal die unterbrechungsfreie Stromversorgung rund um einen Parkplatz ab.
Neben zwei gelben Kassenautomaten an einem Parkplatz am Airport Frankfurt stehen nun zwei weitere große Outdoor-Gehäuse. Auf den ersten Blick ist nicht ersichtlich, dass sich in diesen Schränken modernste Hightech verbirgt. Darin geschützt untergebracht sind Brennstoffzellensysteme mit einer Leistung von 5 kW – inklusive Wasserstoffflaschen als Energieträger – welche Unterbrechungen im Versorgungsnetz sekundenschnell absichern und damit die oft schwerwiegenden Folgen von Stromausfällen vermeiden. Dabei gewährleistet das Brennstoffzellensystem bei Stromausfall nicht nur einen weiteren unterbrechungsfreien Betrieb des Parkscheinautomaten, sondern sichert auch die Hochverfügbarkeit des IT- und Stromnetzwerkes für das nahegelegene Gebäude.
Die neue Technologie nutzt die elektrochemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff und wandelt diese in elektrische Energie um.
Überbrückungszeit von bis zu zehn Stunden
Dank der neuesten Fortschritte ist die Brennstoffzelle laut Rittal anderen Notstrom-Technologien mittlerweile in fast jedem Punkt überlegen. In Sachen Zuverlässigkeit, Wartungsbedarf und Energieeffizienz liegt sie klar vorn. Aber auch bei der Überbrückungszeit bietet sie Vorteile: Die meisten rein batteriebetriebenen Lösungen können im Vergleich zu Brennstoffzellensystemen einen Stromausfall nur für wenige Minuten überbrücken. Demgegenüber sichern die Brennstoffzellen von Rittal mit insgesamt 200 Litern Wasserstoffvorrat eine Überbrückungszeit von bis zu zehn Stunden.
Je nach Anzahl der Gasflaschen ist die Überbrückungszeit beliebig erweiterbar. Ein zusätzlicher Vorteil der Brennstoffzellentechnologie ist die umweltfreundliche, emissionsfreie Energiewandlung sowie der laut Hersteller hohe Gesamtwirkungsgrad von bis zu 53 Prozent. Durch die unmittelbare Wandlung von chemischer Energie in elektrische Energie ist der Prozess im Vergleich zu Generatorenlösungen zudem sehr geräuscharm.



1/2012
8/2011
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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 