Seit seiner Gründung im Jahr 1989 setzt MED-EL kontinuierlich neue Standards im Bereich technologisch anspruchsvoller Medizintechnik. Heute offeriert MED-EL ein breites Spektrum von Hörimplantatsystemen und Systemkomponenten für Patienten mit unterschiedlichsten Hörverlusten. Die internationale Zentrale von MED-EL hat ihren Sitz in Innsbruck, über Niederlassungen werden weltweit Cochlea- und Mittelohr-Implantatsysteme an Kliniken, Audiologen, Techniker, Hörgeräteakustiker vertrieben. Das Unternehmen beschäftigt derzeit über 850 Mitarbeiter.
Zur Unternehmenssteuerung kommt seit langem die Branchenlösung KUMAvision:med zum Einsatz, derzeit in der aktuellen Version 5.0.
Das Unternehmen setzt auf die Microsoft Dynamics NAV basierende Lösung, da sie sämtliche Unternehmensbereiche abdeckt. „Im Gegensatz zu einer individuell programmierten Insellösung ist diese eine integrierte ERP-Lösung, die auch Module für Finanzbuchhaltung, Fertigung und Qualitätssicherung einbindet“, so Dr. Walter Fimml, IT-Leiter bei MED-EL.
Schlüssel zum Erfolg

Thomas Brauchle KUMAvision:med. Bereichsleiter
Eine leistungsstarke Patientendatenverwaltung und Seriennummernverfolgung ermöglichen es, Modell, Konfigurationsdaten sowie Reparaturarbeiten zu erfassen. Im Servicefall kann der Mitarbeiter alle relevanten Daten auf Knopfdruck abrufen. Diese effiziente Prozesskette ist auch das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit.
Das anhaltend schnelle Wachstum bei MED-EL macht die Produktions- und Umsatzplanung zu einer komplexen Aufgabe. Eine Planung anhand von Vorjahreszahlen ist schlicht unmöglich, da sich sowohl die Nachfrage als auch die angebotenen Produktvarianten schnell ändern. Daher ist eine Planung auf Basis prognostizierter Umsätze erforderlich. Dieser komplexe Planungsvorgang inklusive Abgleich mit den Vertriebszahlen erfolgt in der ERP-Lösung. Die so erarbeiteten Planungsdaten stehen dadurch systemweit zur Verfügung und helfen, Lieferengpässe zu vermeiden.
Schneller Überblick & hohe Qualität
MED-EL unterliegt als Hersteller von medizinischen Produkten den gesetzlichen Anforderungen des Medizinproduktegesetzes und unter anderem der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA. Dies betrifft nicht nur die gesamten Produktions- und Serviceprozesse, sondern auch die ihnen zugrunde liegende Software.
Bereits zu Projektbeginn legte MED-EL daher Vorgehensweise und Spezifikationen für Änderungen an der Software fest. Sobald eine Änderung durchgeführt werden soll, wird im Projekt-Planungstool KUMAvision:target ein entsprechendes Dokument angelegt. Von da an sind alle Änderungen von der Beauftragung über Realisierung bis hin zur Freigabe lückenlos dokumentiert und jederzeit nachvollziehbar. Dies erleichtert auch die Überprüfung durch Kontrollbehörden. Da KUMAvision im Healthcare-Bereich selbst ein nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziertes Unternehmen ist, wird auf Kundenseite die eigene Zertifizierung deutlich vereinfacht.
Dokumentenablage mit System
MED-EL nutzt ein Dokumentenmanagementsystem, das direkt an die ERP-Lösung angebunden ist. „Rechnungen werden beim Eingang gescannt. Der Workflow zur Prüfung und Rechnungsfreigabe wird automatisch angestoßen und erfolgt ausschließlich digital“, berichtet Fimml aus der Praxis. Dies ermöglicht nicht nur effizientere Abläufe, sondern trägt auch zur Qualitätssicherung bei: Alle Ausgangsdokumente werden beim Druck automatisch archiviert.




1/2012
8/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 