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„Die Cloud ist kein Allheilmittel“

Was als Hype begonnen hat, hält zunehmend Einzug in die Praxis. % sprach mit ­Günter Nachtlberger, IBM, und Stefan Illwitzer, Pitagora, über die aktuellen ­Herausforderungen und Möglichkeiten von Cloud Computing.

Cloud Computing ist der logische nächste Schritt in der Entwicklung von IT-Infrastrukturen, meint Günter Nachtlberger, IBM Global Technology Services Österreich. Warum? Weil mit Cloud Computing erstmals ein Geschäftsmodell bereitsteht,  das die übergreifende Abdeckung von vier großen Themenbereichen ermöglicht: Virtualisierung, Standardisierung, Automatisierung und Self-Service.  Die dadurch eingesparten Kosten und die gewonnene Flexibilität erlauben es Unternehmen, so der IBM-Spezialist, viel rascher auf Geschäftsentwicklungen zu reagieren und die „Time to Market“ zu reduzieren. 

„Man sollte ­genau schauen, mit welchem Cloud­anbieter man zusammenarbeitet.“ Günter Nachtlberger IBM

Weil sich das aber sehr theoretisch anhört, hat Stefan Illwitzer, Prokurist beim IBM Business Partner Pitagora, gleich ein Beispiel parat. Eine personalmäßig klein besetzte Holding, die weltweit rund 30 Handelsgeschäfte führt, stößt mit Excel bei ihrem Konsolidierungsprozess an die Grenzen. 

Soll man sich jetzt unter Zeitdruck eine eigene Finanzkonsolidierungssoftware anschaffen und entsprechende Hardware oder ist es nicht flexibler und kostengünstiger, ein Cloudangebot anzunehmen? In diesem Fall, so Illwitzer, entschied man sich für die Smart Enterprise Cloud von IBM mit einem auf IBM Cognos basierten Abschluss-, Konsolidierungs- und Berichterstellungsprozess. Zur vollsten Zufriedenheit, wie Illwitzer betont.

Nicht jede Cloud ist eine „Lösung“ 

Doch nicht immer ist die Cloud auch gleich die Lösung. Sowohl Nachtlberger als auch Illwitzer betonen, dass Cloud-Lösungen zuerst auf ihre Tauglichkeit hin überprüft werden müssen. Zwar locken Versprechungen mit einer höheren Flexibilität, niedrigeren Kosten und mehr Sicherheit, aber bei solchen Überlegungen kommen sehr viele Faktoren ins Spiel: 

  • zum Beispiel, ob man über eine eigene IT-Infrastruktur verfügt und wie leistungsfähig diese ist, 
  • ob nur kurzfristig, aber beispielweise regelmäßig (etwa bei Geschäftsabschlüssen) bestimmte Services benötigt werden, 
  • ob die Datensicherheit, die bei der Datenhaltung im eigenen Unternehmen erzielt wird, modernen Standards und Rechtsvorschriften standhält, 
  • ob für die Kernprozesse benötigte Daten so sensibel sind, dass man sie überhaupt nicht außer Haus geben möchte etc.

Der Beratung kommt hier eine Schlüsselrolle zu, so Illwitzer: „Es sollten alle Optionen ins Kalkül gezogen und auf ihre Tauglichkeit geprüft werden. Wobei es immer das Ziel ist, die höchste Wertschöpfung für den Kunden zu erreichen.“

Man sollte sich vom Cloud-Hype also nicht anstecken lassen und sehr gut prüfen bevor man sich „an eine Wolke bindet“. „Cloud Computing ist nur eines von vielen Bereitstellungsmodellen, die sich für die Weiterentwicklung von IT-Infrastrukturen anbieten“, so Nachtlberger.

Hybride Clouds als „Top Seller“?

„Es ist immer das Ziel, die höchste Wertschöpfung für den Kunden zu erreichen.“ Stefan Illwitzer Pitagora

Für den Spezialisten von IBM ist es weiters Erfolg versprechend, wenn man von einem ­hybriden  Ansatz ausgeht, der die Kombination verschiedener IT-Infrastrukturen nicht ausschließt. Diese Kombination kann von der Bereitstellung „klassischer“ „Inhouse“-Rechenzentrums-Dienstleistungen über private Unternehmensclouds  bis zur Public Cloud reichen, die ein externer Dienstleister betreibt. „Innerhalb dieser Bandbreite gibt es viele Abstufungsmöglichkeiten, die man je nach Anwendung einsetzen kann“, so Nachtlberger. Aus diesen „Mosaksteinchen“ an ­Services kann die  betriebswirtschaftlich sinnvollste Infrastruktur kombiniert werden. 

Welchen Serviceanbieter wählen?

Die Entscheidung für einen Cloudanbieter lässt sich auf zwei wichtige Kernfragen reduzieren: Vertrauen sowie Skalierungspotenzial der Infrastruktur. Vertrauen hat stark mit Sicherheit zu tun. 

Der Anbieter muss seinen Kunden firmenstandortbezogene Rechtssicherheit bieten. Außerdem muss er technologisch in der Lage sein, die zunehmende Nachfrage nach skalierten Services abzudecken,  ­damit Kunden die bezogenen Dienst­leistungen markt- und zeitnah adaptieren können.

Günter Nachtlberger rechnet deshalb damit, dass sich bei den Anbietern in den nächsten Jahren die Spreu vom Weizen trennen wird. Sein Fazit: „Man sollte schon jetzt sehr genau schauen, mit welchem Cloudanbieter man zusammenarbeitet.“ 

www.ibm.at

Cloudkosten kalkulieren 

Könnte sich für Ihr Unternehmen eine Cloudlösung rechnen? IBM hat einen Kostenrechner ins Web gestellt, mit dem man detaillierte hardware- und softwarebezogene Berechungen durchführen kann.
 www-05.ibm.com/services/at/cloud-development

 

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