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IT-Sicherheit

KIRAS

Sicherheit als Forschungs-Mittelpunkt

Österreich besitzt seit 2005 ein eigenes Forschungsförderungs-Programm für Sicherheitsforschung. Bislang gab es 13 Ausschreibungen und 92 Projekte mit einem Gesamtprojekt- wert von über 45 Mio. Euro. Die nächste Ausschreibung startet voraussichtlich im Oktober.

VoIP Angriffskategorien

 Der Name KIRAS leitet sich von zwei griechischen Worten ab: Von „kirkos“ (der Kreis) und „asphaleia“ (Sicherheit). Das bedeutet: Es geht daher nicht nur um eine rein technologische Sichtweise von Sicherheit, sondern auch gesellschaftliche ­Aspekte werden bei KIRAS berücksichtigt und damit die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften eingebunden. KIRAS unterstützt nationale Forschungsvorhaben mit dem Ziel der Erhöhung der Sicherheit ­Österreichs und seiner Bevölkerung. 

Das große österreichische Sicherheitsforschungsförderungsprogramm, das wie auch das IKT-Programm von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt wird, verfügt über vier Programmlinien: 

  • Vernetzung und Sondierung: Dabei soll es zu einer Bündelung von nationalen Ressourcen und Fachwissen kommen; Projekte werden auf ihre technische Machbarkeit überprüft.
  • Kooperative F&E-Projekte: Im Mittelpunkt steht die angewandte Forschung und Technologieentwicklung.
  • Kooperative Komponentenentwicklung und Demonstrationsvorhaben: Die Ergebnisse der Forschung sollen in konkreten Anwendungen umgesetzt werden.
  • Unterstützungsmaßnahmen: für die Programmlinien 1 bis 3. 
Im Jänner 2011 fand eine erste KIRAS Fachtagung statt, zu der auch ein Tagungsband erschienen ist (Download von der ­KIRAS-Website möglich). Die Palette der geförderten Forschungsprojekte ist vielfältig und reicht von Führungsunterstützung und Ausrüstung für Einsatzkräfte im Krisenfall über intelligente Videoüberwachung, gesellschaftspolitische Aspekte von Sicherheit, technische Lösungen etwa zum Schutz kritischer Infrastruktur bis hin zu Erkennung und Bekämpfung von gefährlichen Stoffen oder - immer mehr ein Thema - Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie. 

Steganografie und VoIP

So befassten sich etwa Experten vom Institut für Sicherheitsforschung der FH St. Pölten im Projekt „StegIT“ mit modernen Verfahren der Steganografie und Steg-Abwehr. Bei der Steganografie geht es um das Verbergen bzw. Verstecken eines Daten-Transfers oder einer Datenspeicherung. Dabei wurden vier moderne Verfahren zur steganografischen „Einbettung“ von Daten und Verfahren zur Abwehr steganografischer Angriffe industriell erforscht und bis zu Prototypen in Software entwickelt.
 
Im Zuge des Projektes kam es auch zum Aufbau des österreichischen Kompetenzzentrums für Steganografie. Im Projekt GoVAS (Government Voice over IP Attack Study) wurden systematisch die Schwachstellen und Bedrohungspotenziale von VoIP untersucht, gleichzeitig wurde versucht, anhand exemplarischer Beispiele die Gefahren von VoIP aufzuzeigen. Plakatives Fazit dieses Projekts: Internet-(VoIP-)-Provider müssen in Zukunft, im Falle einer terroristischen oder militärischen Krisensituation dieselbe Schutzpriorität wie etwa Regierungsstellen oder Treibstofflager innehaben.
 
Kontakt:
FFG, DI Johannes Scheer Tel.: +43 (0)5 7755 - 5070  johannes.scheer@ffg.at
 
Christian Brüggemann, Tel. +43 (0)5 7755 - 5071  christian.brueggemann@ffg.at
 
www.ffg.at/kiras
www.kiras.at
 
 
 
 
 
 

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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