Das „StreetScooter“-Projekt ist eine Forschungsarbeit der Universität Aachen, bezahlbare Elektroautos zu entwickeln. Ziel dieses Projekts ist die vollständige Neuentwicklung eines serientauglichen, kostengünstigen Elektroautos für den Stadtverkehr.
Tieto unterstützt das Konzept durch einen ersten Demonstrator eines Multimediasystems, das ähnlich wie ein Tablet-PC funktioniert. Das System basiert auf dem Betriebssystem Android und wird mittels eines Multi-Touch-Screens bedient. Damit hebt es sich deutlich von den üblicherweise in Fahrzeugen eingesetzten, proprietären Lösungen ab.
Meistens werden Elektroautos auf Basis von bestehenden Fahrzeugen entwickelt. Dabei wird das volle Potenzial des Elektroantriebs nicht genutzt. Deshalb konzipiert ein Forschungs- und Industriekonsortium den StreetScooter komplett neu. Mit-Initiator und Geschäftsführer der StreetScooter GmbH ist Prof. Dr. Achim Kampker von der Universität Aachen. Auch beim Multimediasystem geht man neue Wege: Hier hat Tieto eine Lösung basierend auf Android konzipiert.
Durch den Einsatz von Android soll der Nutzer eine leicht zu bedienende und vertraute Oberfläche mit Multi-Touch-Screen vorfinden. Außerdem können damit auch private Apps des Fahrers integriert werden. Zudem verfügt das System über gängige Schnittstellen wie WLAN, Bluetooth, USB und MicroSD und verarbeitet Standard-Dateiformate wie MP3, WAV oder MPEG4. Der Demonstrator des Multimediasystems basiert auf einer Hardwareplattform von Texas Instruments und wurde von Tieto gemeinsam mit dem Partner Missing Link Electronics (MLE) aus Silicon Valley erstellt.
Dank des 1-GHz-Dual-Core-Prozessors, der auch in neuesten mobilen Endgeräten verwendet wird, verfügt das Multimediasystem über deutlich mehr Rechenleistung, als dies in aktuellen Fahrzeugen der Fall ist.
Personalisierung durch Apps
Neben der Konzeption des Systems hat Tieto auch eine erste Fahrzeugapplikation entworfen. So wird auf der IAA eine App zum Thema Batteriemanagement zu sehen sein, die zukünftig basierend auf Echtzeit-Fahrzeugdaten anzeigt, ob der aktuelle Ladezustand für eine gewünschte Strecke ausreicht.
„Für die Zukunft sehen wir viele weitere Applikationen und Einsatzmöglichkeiten, die in den kommenden Jahren mit weiteren Partnern entwickelt werden sollen. So stellen wir uns Anwendungen vor, mit der sich Nutzer zum Beispiel die nächste freie Ladestelle anzeigen oder Treffpunkte mit in der Nähe befindlichen Freunden vorschlagen lassen können. Für Car-Sharing-Nutzer wie Pflegedienste interessant wäre eine Anwendung, die den Standort des nächsten Fahrzeugs anzeigt, welches dann durch Identifikation über das Smartphone geöffnet wird“, so Thomas Hohenauer, Geschäftsführer Tieto Austria. „Dabei wollen wir solche Anwendungen nicht ausschließlich im System des Fahrzeugs integrieren, sondern über einen Server laufen lassen. Dann könnten sie sich einfach updaten und im mobilen System des Fahrzeugs würden Ressourcen gespart.“



1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 