Wer das Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro erhält, entscheidet eine Expertenjury um Professor Klaus Töpfer. Da immer mehr Unternehmen die wirtschaftliche Relevanz nachhaltiger Konzepte erkennen, ist laut dem ehemaligen Bundesumweltminister vor allem die Praxisrelevanz der eingereichten Beiträge ein wesentliches Entscheidungskriterium.
„Die meisten Unternehmen haben erkannt, dass grüne Technologien auch einen wirtschaftlichen Mehrwert haben. So setzt sich in der Wirtschaft immer mehr das Bewusstsein durch: Wer grüne Wege einschlägt, erhält am Ende Gold. Dies ist in meinen Augen zugleich eine der zentralen Botschaften des Kyocera-Umweltpreises“, sagt der Juryvorsitzende Professor Klaus Töpfer.
Bereits zum dritten Mal prämiert der japanische Drucker- und Kopiererhersteller gemeinsam mit seinen Partnern der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.) und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) ressourcenschonende Projekte mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 100.000 Euro. Noch bis Ende Oktober können sich hierzu Unternehmen, Behörden oder Organisationen aus Deutschland und Österreich bewerben.
Praxistauglichkeit wichtiges Kriterium
Laut dem ehemaligen Bundesumweltminister hätten insbesondere innovative Konzepte mit einem hohen Grad an Praxistauglichkeit ausgezeichnete Erfolgsaussichten. Töpfer: „Wir als Jurymitglieder stellen uns bei jeder Bewerbung die Frage: Ist dies ein Konzept, das auch in anderen kleinen und mittelständischen Unternehmen angewandt werden kann? Dementsprechend stehen Trendsetter an der Spitze unserer Bewertungsliste.“
Welche Konzepte am Ende das Rennen machen, entscheidet sich am 26. Januar 2012. Dann findet auf dem Zukunftsforum „Nachhaltiges Leben und Arbeiten in der Zukunft“ des Fraunhofer IAO in der Stuttgarter Liederhalle die Preisverleihung statt. Teilnahmebedingen sowie den Bewerbungsbogen gibt es auf www.kyocera-umweltpreis.de


1/2012
8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 