Das "Lizzy" genannte Tool verknüpft einen natürlichen Sprachgebrauch, der auf dem Verständnis ganzer Sätze und der Erinnerung an vorher "Besprochenes" basiert, mit Mechanismen zur Datenbanksuche. Der Prototyp steht nun bereits einem österreichischen Online-Anbieter von elektronischer Hardware zum Test zur Verfügung. Für Spoken Language System ist damit der wichtigste Schritt auf den Markt gemacht.
Zum Erreichen dieses Meilensteins meint Gregor Jarisch, CTO von SLS: "Wir haben in den letzten vier Jahren das sogenannte Lingo Framework entwickelt. Mit Lizzy ist nun ein praxistauglicher Prototyp einer Anwendung fertig, die auf dem Lingo Framework basiert. Der muss sich gerade dem harten Reality Check eines Kunden stellen, der Lizzy für den Online-Vertrieb von Mobiltelefonen einsetzen wird."
Das Lingo Framework ist das Herz von Lizzy. Es erlaubt den Zugang zu Information durch die Nutzung der natürlichen Sprache. Dabei ist die Art des Sprachgebrauchs egal – das geschriebene Wort wird durch Lingo genauso verstanden wie das gesprochene. Zum Führen eines echten Dialogs besitzt das Framework Grundfunktionen wie semantische und logische Analyse und auch Eingabe- und Rechtschreibungskorrekturen.
Auf intelligente Weise „erinnert“ sich das Framework im Laufe eines Dialoges auch an bereits vermittelte Information – der User braucht sich also nicht wiederholen. Zusätzlich werden Dialogstrukturen modelliert und Datenbankanfragen ausgeführt und die so gewonnene Information verwaltet. Dabei übersetzt das System die menschliche Sprache in eine Meta-Sprache, die für Abfragen in einer Vielzahl von Datenbanksystemen geeignet ist.
Selbstverständlich weiß das System nicht auf jede erdenkliche Frage eine Antwort – das ist auch nicht Sinn des Lingo Frameworks. Vielmehr soll es einen First Level Kundensupport in spezifischen Wissensbereichen entlasten. Häufig gestellte Fragen werden inhaltlich erfasst und individualisierte Lösungsvorschläge werden umgehend aus einer Datenbank präsentiert. Damit zielt sich das Lingo Framework auf die allein in Österreich rund zwei Milliarden Euro schweren Märkte: E-Commerce und Customer Care.
Die notwendige Finanzierung dafür wurde mit Hilfe von INiTS Universitäres Gründerservice GmbH auf die Beine gestellt. Dazu DI Michael Rauhofer, Geschäftsführer bei INiTS, erläutert: „Spoken Language System bietet derzeit noch eine einmalige Kombination von technischen Lösungen, bei der kein Mitbewerber mithalten kann. Die finanzielle und betriebswirtschaftliche Start-Up-Hilfe von INiTS hat diesen Vorteil bewahrt und so kann Spoken Language System nun mit Lizzy einen weltweit einmaligen Prototypen präsentieren.“



1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 