Der vielgenützte digitale Stadtplan ist eine der Säulen des Webauftritts der Stadt Wien. Dabei geht es nicht nur um das einfache "Adressefinden". Zusammen mit dem Relaunch der Website im Jahr 2010 wurde er in einer neuen inhaltlichen und technisch umfassend weiterentwickelten Version präsentiert. Seine Services gehen weit über einen klassischen Stadtplan hinaus. Seit dem Relaunch wurde der Stadtplan um weitere Inhalte ergänzt und auch auf die Anzeige für Tablets wie das "iPad" optimiert.
WLAN-Standorte
Die Errichtung städtischer WLAN-Hotspots an strategisch wichtigen Standtorten ist ein großes Vorhaben der nächsten Jahre. "Den Anfang macht die Donauinsel, wo den Wienerinnen und Wienern bereits in der nächsten Sommersaison zahlreiche WLAN-Hotspots zur Verfügung stehen werden", so IKT-Stadträtin Sandra Frauenberger.
Mittlerweile ermöglichen zahlreiche Cafes, Restaurants und andere Einrichtungen in Wien freien Internetzugang. Ein Verzeichnis der wichtigsten WLAN-Standorte ist im elektronischen Stadtplan der Stadt Wien zu finden und wird laufend erweitert. In der neuen Version des wien.at-Stadtplans wird dabei auch zwischen völlig frei zugänglichen und jenen WLAN-Standorten unterschieden, die kostenlos, aber mit "Anmeldung" zur Verfügung stehen.
Wiens Gründachpotenzial im Umweltstadtplan
Im Online Stadtplan Wien Umweltgut der Wiener Umweltschutzabteilung-MA 22 steht ab sofort ein neues Service zur Verfügung: Bürgerinnen und Bürger können sich per Mausklick über die potenzielle Eignung aller Dachflächen im Stadtgebiet für Dachbegrünungen informieren. Der Gründachpotenzialkataster ist, wie viele andere umweltrelevante Informationen unter www.umweltschutz.wien.at/umweltgut abrufbar.
Vor allem in dichtbebauten Gebieten mit geringem Grünanteil können begrünte Dächer durch Regenwasserrückhalt und thermischen Ausgleich einen wertvollen Beitrag zum Kleinklima leisten. Darüber hinaus bieten sie neben der Erholungsfunktion und ihrer ästhetischen Wirkung wertvollen Lebensraum für Vögel und Insekten.
Ob sich ein Dach potenziell zur Begrünung eignet, hängt von der Dachneigung ab. Die verfügbare Dachfläche ist für Planung, z.B. hinsichtlich Materialaufwand, ebenfalls interessant. Zur Erhebung dieser Parameter wurde eine Technik eingesetzt, die schon dem Wiener Solarpotenzialkataster zugrunde liegt, der sogenannte Airborne Laserscan. Dabei werden Landschaftsoberflächen oder Gebäude im Zuge einer Laserscanbefliegung vermessen. Die Ergebnisse erlauben, im Gegensatz zu Luftbildfotografien, auch die räumliche Darstellung von Topografien, in diesem Fall der Wiener Dachlandschaft.
Der Solarpotenzialkataster, also die grundsätzliche Eignung von Dächern zur Solarenergienutzung, ist ebenfalls im Online Stadtplan Wien Umweltgut zu finden. Die Internetapplikation wurde von der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 entwickelt und beinhaltet unter anderem Daten zu Natur- und Landschaftsschutzgebieten, zur aktuellen Wiener Luftgüte oder zu umweltfreundlichen Wiener Gastronomiebetrieben.
Neue Inhalte in "Gesundheit und Soziales"
Mit den Krankenhäusern ist schon seit Ende letzten Jahres einer der am meisten nachgefragten Inhalte im Stadtplan verfügbar. Es sind die öffentlichen sowie privaten Spitäler aufgelistet. Weiterführende Informationen zu jedem Standort liefert die Sozialinfo-Datenbank auf wien.at.
Die Standorte der Sozialmärkte und die Standorte von Wohn- und Pflegehäusern erweitern den Bereich Gesundheit und Soziales um wichtige Angebote.
Kinderwagen-Wanderungen
Ausflüge mit dem Kinderwagen können das Stresspotential der Eltern erhöhen - dank wien.at-Stadtplan weiß man jetzt aber, welche Wanderwege bei einem Ausflug ins Grüne auch mit einem Kinderwagen genützt werden können.
Die Wanderwege im wien.at-Stadtplan sind kategorisiert nach Anforderung, Dauer, Wetter und Schattenvorkommen. Eine kurze Wegbeschreibung veranschaulicht die Wanderbedingungen. Spezielles Augenmerk wurde darauf gelegt, dass die Wege mit Kinderwagen zurückzulegen sind. So ermöglichen die kindgerechten Wege auch den Kleinen mit den Großen Schritt zu halten.




1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 