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Business-Software

Kälberschlächterei Huber setzt auf das CSB-System

Informationsfluss steuert Warenfluss

Klasse statt Masse: So lautet das Motto der Kälberschlächterei Huber GmbH. Zur Steuerung der warenwirtschaftlichen Prozesse vertraut Huber Tirol seit vielen Jahren auf die integrierte ERP-Branchenlösung von CSB-System.

Kälberschlächterei Huber setzt auf das CSB-System (Bild: Huber)

Das Familienunternehmen in St. Johann in Tirol zählt zu den modernsten Schlacht- und Zerlegebetrieben Österreichs. Das Unternehmen beliefert den Lebensmitteleinzelhandel in Österreich und in einigen Nachbarländern mit hochwertigen Rind- und Kalbfleischspezialitäten. Pro Woche schlachtet das Unternehmen ca. 350 Milchkälber und 50 Rinder, die ebenso wie zugekaufte Ware sorgfältig zerlegt und verpackt werden.

Zur Steuerung der warenwirtschaftlichen Prozesse - von der Beschaffung bis zum Absatz - setzt Huber Tirol seit vielen Jahren die integrierte ERP-Branchenlösung von CSB-System ein, die auf die spezifischen Anforderungen der Fleischbranche ausgerichtet ist.

Beschaffung

Die Abrechnung des übernommenen Lebendviehs erfolgt auf Basis einer Online-Integration der Klassifizierungsdaten. Die Herkunftsdaten werden für die weitere Verarbeitung gespeichert. Bei Zukauf von Rind- bzw. Kalbfleisch werden die Herkunftsdaten zuvor von den Lieferanten elektronisch übermittelt und per EDI (Electronic Data Interchange) in die Datenbank übernommen. Am Wareneingang werden die Grobteile (Ohrmarken) gescannt. Zusätzlich erfolgt bei Rinderhälften eine Kaltklassifizierung zur Ermittlung der Handelsklasse.

Zerlegekalkulation & -Monitoring

Im Rahmen der Zerlegeplanung wird auf Basis der benötigten Teilstücke aus den Kundenaufträgen der Grobteilbedarf ermittelt und es werden die Zerlegeaufträge je Schnittliste generiert. Zu diesen Aufträgen druckt das CSB-System die Einlageetiketten für die Zerlegeausgangsartikel in der jeweils geplanten Menge. Diese sogenannten "bos"-Etiketten werden vom CSB-System auf der Grundlage der AMA-Gütesiegelrichtlinien erzeugt und enthalten neben der Ident-Nummer alle relevanten Herkunftsinformationen. In der Zerlegeabteilung wird sowohl der Eingang der Grobteile als auch der Ausgang über spezielle feuchtraumgeeignete CSB-Racks aufgezeichnet.

Am Zerlegeeingang werden die Grobteile erfasst, indem die Gewichte von der Rohrbahnwaage übernommen und die Herkunftsinformationen durch Scannen der Ohrmarkennummer vom Schlachtetikett ermittelt werden. Im Falle einer Einzeltier-zerlegung erfolgt der Druck der Einlageetiketten direkt bei Erfassung am Zerlegeeingang aufgrund der Zerlegeschnittliste pro Tier. Während des Zerlegeprozesses werden die Teilstücke mit den Einlageetiketten versehen.

Am Zerlegeausgang wird auf jede Packung und pro Kiste ein technisches Etikett aufgebracht, das einen Barcode des Typs GS1-128 enthält. In diesem Barcode sind die Artikelnummer, die Losnummer, das MHD, die Stückzahl und das Gewicht (Datenbezeichner 01 / 10 / 15 / 30 / 310) codiert.

Bei Rindfleischartikeln werden in zwei weiteren Barcodezeilen die Informationen über den Schlachtbetrieb, den Zerlegebetrieb sowie Geburt und Mastland ausgewiesen. Mit der Erfassung am Zerlegeausgang erfolgt die Umbuchung in das Reifelager. Alle weiteren Bewegungen der verpackten Ware innerhalb des Betriebes erfolgen ausschließlich über Scannen der Barcodes.

Die Gewichte, die im Rahmen der Betriebsdatenerfassung am Zerlegeeingang und -ausgang ermittelt werden, sind den Zerlegeaufträgen zugeordnet. Während der laufenden Zerlegung kann jederzeit der Fortschrittsgrad der einzelnen Zerlegepartien online überprüft werden. Nach abgeschlossener Zerlegung erfolgt die Abrechnung, die das Zerlegeergebnis pro Partie auf Basis der tatsächlichen Gewichte und Zerlegekosten darstellt (Soll-Ist-Vergleich). Die Zerlegekalkulation liefert dem Unternehmer auf Knopfdruck sowohl vorkalkulatorisch als auch nachkalkulatorisch die Grundlage für die Deckungsbeiträge. Bei Änderung der Fleischpreise passen sich die kalkulatorischen Preise der Verkaufsartikel automatisch an und gewähren Huber maximale Transparenz.

Absatz

Schwankende Rohstoffpreise bedingen zwangsläufig laufende Änderungen der Verkaufspreise. Karl Huber informiert seine Kunden darüber durch wöchentliche Preislisten, die direkt aus dem System an die Kunden per E-Mail versendet werden.

Die Kommissionierung der Ware erfolgt durch Scannen der Barcodes auf den Kistenetiketten, wobei dem Kundenauftrag sämtliche Mengen- und Herkunftsinformationen zugeordnet werden. Automatisch werden kundenspezifisch zugeordnete Palettenetiketten gedruckt, die den jeweiligen Anforderungen der Zentrallager des europäischen Lebensmitteleinzelhandels entsprechen.

Wenn Grobteile verkauft werden, so erfolgt dies durch Verwiegung der Teile und durch das Scannen der Ohrmarkennummer aus dem Schlachtetikett.

Die Rückverfolgungsdaten werden entweder direkt auf dem Lieferschein gedruckt oder per Lieferscheinanhang übermittelt. Kundenspezifisch erfolgt die Übermittlung der Herkunftsdaten in elektronischer Form. Der integrierte EDI-Konverter erzeugt die elektronischen Lieferschein- und Rechnungsdaten, wie sie mit den Kunden vereinbart wurden. Die Rechnungsdaten werden direkt in der Finanzbuchhaltung verbucht, denn auch im kaufmännischen Bereich vertraut Huber der integrierten Gesamtlösung des CSB-Systems.

"Die Datenqualität und die sorgfältige Etikettierung im Rahmen der Zerlegung trägt einerseits den Anforderungen der einzelnen Marken- und Qualitätsprogramme Rechnung und ist andererseits die Grundlage für einfaches, fehlerfreies und personenunabhängiges Handling bei Lagerführung und Kommissionierung", zeigt sich Karl Huber jun. zufrieden.

www.csb.at

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ERP - Enterprise Resource Planning

(ERP, „Planung [des Einsatzes/der Verwendung] der Unternehmensressourcen“) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel oder Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen.

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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