In einer Umfrage unter 106 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat Micro Focus, Anbieter für Modernisierung, Testing und Management von Enterprise-Applikationen, nach den Strategien der Unternehmen im Umgang mit COBOL gefragt.
Dabei ergab sich, dass 76% der COBOL-Anwender diese Programmiersprache auch in den nächsten drei Jahren als strategisch ansehen; 74% der Befragten nennen hier die Softwareentwicklung mit Java, 36% die mit C# (Mehrfachnennungen möglich). Rund ein Viertel sieht den Einsatz aller drei Programmiersprachen als strategisch an.
Allerdings zeigt die Umfrage, dass COBOL heute keineswegs mehr eine typische Großrechner-Sprache ist. Nur noch 23% der Anwender wollen diese Programmiersprache in den nächsten drei Jahren auf Mainframes oder anderen Host-Systemen betreiben, nur 10% der Unternehmen ausschließlich. Die übrigen beabsichtigen mit COBOL auf der Windows-, Linux oder Unix-Plattform zu arbeiten.
Dabei spielen mobile Lösungen überraschenderweise nur eine geringe Rolle in den Planungen, denn lediglich 7% der Unternehmen wollen COBOL-Anwendungen in den nächsten Jahren auf den Java Application Server für Mobile Devices bringen. Auch Cloud Computing spielt in den Überlegungen noch keine große Rolle: Lediglich 5% der Unternehmen wollen COBOL-Applikationen in der Cloud betreiben.


1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 