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Symantec-Umfrage

Imageschäden durch Datenlecks auf Facebook und Co.

Datenlecks auf Facebook und Co. nehmen zu. Bei einem von neun Unternehmen gelangten im Vorjahr vertrauliche Informationen über Social Media-Kanäle an die Öffentlichkeit.

In 94 Prozent der Fällen führte dies zu Imageschäden, Vertrauensverlust bei Kunden und Umsatzeinbrüchen. Das ist das Ergebnis einer von Symantec durchgeführten Umfrage bei mehr als 1000 Personen zum Thema Social Media in Unternehmen. Sie untersuchte, wie Firmen sich vor etwaigen negativen Konsequenzen falsch genutzter Sozialer Medien schützen.

Vertrauliche Daten gelangen ungewollt ins Netz

Organisationen verbreiten immer öfter geschäftsrelevante Informationen über soziale Netzwerke und kommunizieren dort mit Kunden, Partnern oder Mitarbeitern. Dadurch wächst die Gefahr, dass auch vertrauliche Daten ungewollt ins Netz gelangen. Unternehmen müssen deshalb in der Lage sein, die auf den Plattformen veröffentlichten Informationen zu erfassen und gemäß branchenspezifischer Vorgaben zu archivieren. Dies ist beispielsweise bei einer eDiscovery-Anfrage notwendig. Hier müssen Unternehmen im Rahmen gerichtlicher Auseinandersetzungen ihre elektronischen Daten als Beweismittel offenlegen. Laut Gartner wird bis Ende 2013 die Hälfte aller Unternehmen aufgefordert werden, für eDiscovery-Anfragen bereits veröffentlichte Social Media-Inhalte aufzubereiten.

Mit Archivierungslösung vorbeugen

Die Umfrage von Symantec zeigt, dass 82 Prozent der befragten Unternehmen deshalb die Implementierung von Archivierungslösungen diskutieren. Gleichzeitig erwägen sie, entsprechende Richtlinien einzuführen und die Mitarbeiter im Umgang mit Social Media zu schulen. Bislang setzt nur ein Viertel derartige Richtlinien und Technologien ein. Zu den drei häufigsten Social Media-Vorfällen, mit denen Unternehmen im vergangenen Jahr konfrontiert waren, zählen laut der Befragung folgende:

  • Mitarbeiter verbreiteten zu viele Informationen auf öffentlichen Plattformen (46 Prozent)
  • Vertrauliche Daten gelangten an die Öffentlichkeit (41 Prozent)
  • Diese Veröffentlichungen haben Rechtsstreitigkeiten ausgelöst (37 Prozent)


Über 90 Prozent der von Social Media-Vorfällen Betroffenen wurden mit weiteren Folgen konfrontiert:

  • Gesunkener Aktienkurs (durchschnittliche Kosten: 716.000 EUR)
  • Prozesskosten (durchschnittliche Kosten: 448.400 EUR)
  • Direkte finanzielle Einbußen (durchschnittliche Kosten: 442.600 EUR)
  • Imageschaden/Verlust des Kundenvertrauens (durchschnittliche Kosten: 440.200 EUR)
  • Umsatzeinbußen (durchschnittliche Kosten: 427.000 EUR)


Die Studie "Social Media Protection Flash Poll" von Symantec

Die Ergebnisse der Symantec Social Media Protection Flash Poll basieren auf einer Umfrage, die Applied Research im April 2011 durchführte. Befragt wurden Fachleute aus IT-Abteilungen und der Managementebene, die für Rechner, Netzwerke sowie IT-Ressourcen in Unternehmen ab einer Größenordnung von 1000 Mitarbeitern verantwortlich sind. Ziel der Studie war es zu prüfen, wie Unternehmen sich vor den möglichen negativen Folgen im Umgang mit Social Media schützen. Insgesamt nahmen 1.225 Personen in 33 Ländern an der Umfrage teil. Befragt wurden Teilnehmer in Nordamerika, EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika), dem asiatisch-pazifischen Raum und Lateinamerika.

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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