Mit dem SIL soll das IBM Dienstleistungs-Forschungsprogramm deutlich ausgebaut werden. Weltweit sollen hier IBM Experten aus den Bereichen Dienstleistungen, Forschung und Software sowie aus unterschiedlichen Branchen zusammengeführt werden. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Software-Anwendungen im Dienstleistungsbereich, Cloud Computing, Analytics und Mobilität. Derzeit arbeitet etwa ein Drittel der weltweit insgesamt 3000 IBM Forscher in den Themengebieten Services und Analytics.
„ Unser vorrangiges Ziel ist es, für Kunden innovative Lösungskonzepte zu erarbeiten, mit denen sie Wettbewerbsvorteile und neues Geschäftspotenzial aus ihrer Technologie realisieren können,“ definiert Mike Daniels, Senior Vice President IBM Services, die Mission des neuen Centers.
Das SIL ist in den Forschungs- und Entwicklungszentren der IBM weltweit verankert, unter anderem im Thomas J. Watson Center in New York und dem IBM Forschungszentrum Rüschlikon in der Schweiz.
Erste Arbeitsschwerpunkte setzt das SIL auf:
Cloud Computing – innovative Lösungen der IBM Cloud-Angebote im Hinblick auf neue Serviceleistungen und Aufgabenfelder sollen erarbeitet werden. Zudem will man untersuchen, wie bestehende IT-Prozesse, Daten und Applikationen sicher in Cloud-Umgebungen migriert werden können.
Analyse-Tools – neue Wege zur Integration von Analysediensten und Unternehmensprozessen sollen erforscht werdne, um neue Dienstleistungen und Applikationen zu schaffen, die schnell auf den Markt gebracht und umgehend von Kunden eingesetzt werden können.
Service Delivery Automation – Datamining und Echtzeitanalyse-Software soll eingesetzt, der Betrieb von Rechenzentren signifkant verbessert und IT Management optimiert werden. Neue Technologien sollen besseres Monitoring und bessere Wartung von Rechenzentren ermöglichen, was zur Qualitätsverbesserungen und Kostenreduktion führen soll. Dadurch sollen auch neue, verbesserte Delivery-Möglichkeiten entstehen.
Mobile Lösungen für Unternehmen – neue Technologien für den Mobile-Computing-Markt sollen entwickelt werden. Der Fokus liegt hierbei auf Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Unternehmensapplikationen sollen auf mobilen Endgeräten nutzbar gemacht werden.
Alleine in den letzten fünf Jahren hat IBM mehr als 15.000 Services- und Software-Patente erhalten. Diese patentierten Dienstleistungs-Applikationen spielen laut IBM eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Smarter-Planet-Vision. Auch das SIL soll auf diesem Know-how aufbauen.


1/2012
8/2011
7/2011


Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 