Eine Grundlage für die Ablöse derzeit gängiger 10 Gigabit/s-Lösungen bietet die neue Fasertechnologie OM4, die im Vergleich zum Vorgänger OM3 eine höhere effektive modale Bandbreite bereitstellt. Dadurch lassen sich höhere Bitraten, größere Linklängen und eine erhöhte Sicherheit (Margin) in der Verbindung erreichen. So erzielt zum Beispiel die neue OM4-Faser bei 40-Gigabit-Anwendungen eine dreifach höhere Reichweite als OM3.
Dämpfungverluste reduzieren
Doch Verkabelung ist nicht gleich Verkabelung. Für die Umsetzung von Hochleistungsverbindungen mit 40/100 Gigabit/s sollte man deshalb vor allem auf drei Faktoren achten:
- Einfügedämpfung,
- Bandbreite,
- Signalübertragungsabweichung (Skew).

Gerd Kaufmann ist Gründer des Verkabelungs-spezialisten KSI, Kontakt-Systeme Inter GesmbH (Bild: KSI)
Nexans bietet hier zu seinen gängigen OM4-MPO-Mulimode-Fasern eine spezielle "Low loss"-Variante an, die die Einfügedämpfung um bis zu 40 % reduziert. Dadurch erweitern sich die Migrationsmöglichkeiten zu 40/100G in komplexen Rechenzentrumsumgebungen. Liegt der Grenzwert für die Normalvariante doch bei 0,6db, während "Low loss"-Komponenten mit einem Grenzwert von 0,35db noch Spielraum auch bei längeren, parallel übertragenen Links (OM4 bis 150 Meter) einräumen.
Ausgehend von dem prognostizierten steigenden Bandbreitenbedarf in Rechenzentren wurden die OM4-Fasern von Nexans auf 4700 MHz minimal effektiver Bandbreite entwickelt. Das bedeutet im Vergleich zu OM3 einen Zugewinn von 135 % und sollte den zukünftigen Bedarf bei einer kalkulierten Laufleistung zwischen 15 bis 20 Jahren abdecken. Um störende Effekte durch Abweichungen in der Signalübertragung zu vermeiden, setzt Nexans bei seinen MPO-Kabeln zudem auf ein neuartiges Mikrobündeldesign.
Noch eine Anmerkung zum MPO-System (Multipath PushOn): Mit dem MPO-Stecksystem lässt sich der wachsende Bedarf an leistungsfähigen Netzwerkanschlüssen für Glasfaser mit einer hohen Packungsdichte umsetzen. Das konfektionierte 24-Faser-Verbindungssystem reduziert den Installationsaufwand und bietet eine einfache Migrationsmöglichkeit in die 40- und 100-Gigabit-Ethernet-Zukunft. Allein die Montagezeit wird dadurch im Vergleich zur Spleißtechnik um etwa 80 % reduziert.
Der Video-Übertragungsstandard HDMI revolutioniert die Verbindung zwischen den Abspiel- und Anzeigegeräten. Es gibt aber einige Varianten, die man kennen sollte, wenn man ein optimales Ergebnis erzielen will. Nicht alle dieser Varianten unterstützen die aktuellste Norm 1.4. Nachstehende Aufzählung bietet einen kurzen Überblick:
HDMI Standard-Kabel entsprechen nur in etwa dem bisherigen Standard 1.2 und 1.3. Diese Kabel erfüllen nur den "Mindeststandard", also 1080i bzw. 720p mit einer Frequenz von 75 MHz. Maximale Kabellänge 15 Meter (20 Meter). Datenrate mindestens 2,2 GBit/s.
HDMI High Speed-Kabel liegen in etwa zwischen HDMI 1.3 und HDMI 1.4 Standard. Sie sollten für "3D"-Fernsehen bereits ausreichen, weil die dafür notwendige Spezifikation bereits von der Norm 1.3b erfüllt wird. Aber: HDMI High Speed beschränkt die Kabellänge auf 7.5 Meter.
HDMI High Speed Ethernet-Kabel erweitern HDMI High Speed um einen zusätzlichem Ethernet Channel und unterstützen die aktuelle Norm HDMI 1.4a.
Detailinformationen bei KSI, Tel. +43 1 61096-0




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