Das Ranking vergleicht den sinnvollen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie auf der ganzen Welt. Österreich rangiert dabei im Mittelfeld der innovations-getriebenen Länder und findet sich mit 6.27 Punkten auf Platz 12. Schweden nimm Platz eins des Rankings ein, gefolgt von den Vereinigte Staaten und Dänemark.
„Österreich schneidet vor allem in Sachen Mobilfunk sehr gut ab. Österreich ist mit der 3G Netzabdeckung, bei der Nutzung von mobilem Internet und natürlich auch bei der Mobilfunktelefonie unter den führenden Nationen weltweit“, erklärt Peter Wukkowits, Country Director Nokia Siemens Networks Österreich. Auch bei der Infrastruktur im Business-Bereich schneidet Österreich in einigen Bereichen gut ab. Die Anzahl der in Unternehmen benutzten PCs sowie die Verwendung von mobilen Datendiensten und Enterprise-Telefonie liegen im europäischen Durchschnitt. Rund 80 % der heimischen Unternehmen sind zudem mit einer eigenen Webseite online.
Aufholbedarf bei Breitband-Internet im Festnetz
Aufholbedarf hat Österreich hingegen im Bereich High-Speed-Internet im Bereich „fixed line“. Nur 50 % der Österreicher verfügen über Breitband-Internet im Festnetz, in den meisten westeuropäischen Ländern liegt dieser Wert bei 60 bis 80 %. „Auch die eher mäßige Geschwindigkeit der Internetzugänge im Festnetz – nur sehr wenige weisen Geschwindigkeiten über 5 Mbps auf – tragen dazu bei, das sich Österreich lediglich im Mittelfeld befindet“, so Wukowits. „Die relativ leistungsfähigen und verbreiteten mobilen Internetzugänge können diesen Nachteil im Festnetzbereich nicht wettmachen. Auch ist aus heutiger Sicht nicht klar zu sagen, ob sie die in Zukunft benötigten Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung leisten werden können“. Breitband-Infrastruktur ist die Basis für eine moderne Wissensgesellschaft. Gleichzeitig geht mit dem Ausbau einer leistungsfähigen IKT-Infrastruktur auch ein signifikanter Anstieg der Produktivität und des ökonomischen Wachstums einer Volkswirtschaft einher. Laut einer Studie von LECG im Auftrag von Nokia Siemens Networks liegen diese Steigerungen in einem Bereich von 15 %[i].
Die Zukunft: Machine 2 Machine Kommunikation
Die Zukunft im Bereich der Kommunikation nennt sich „Machine-2-Machine“ (M2M). In diesem so genannten „Internet der Dinge“ kommunizieren verschiedene Geräte miteinander. Das bedeutet sowohl für Unternehmen als auch für Endkonsumenten zahleichen Vorteile in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Auf die Minute genaue Informationen wann der Bus kommt, Navigation und Verkehrsinfos in Echtzeit, punktgenaue Abrechnung des Energieverbrauchs zuhause, neue Möglichkeiten im medizinischen Bereich und vieles mehr wird erst durch die Vernetzung möglich.
Die Anzahl an Geräten, die mit dem Internet verbunden sind, wird bis zum Jahr 2020 auf 20 Milliarden gestiegen sein, prognostiziert eine Studie von IMS Research. Nokia Siemens Networks geht davon aus, dass die gesamte Wertschöpfung von M2M im Jahr 2014 bei insgesamt 282 Milliarden US Dollar liegen wird. „Der Durchbruch von M2M steht bevor. Wir sehen die zunehmende Vernetzung aller Endgeräte im Bereich Consumer Electronics, die dank neuer innovativer Gadgets täglich zunimmt. Aber vor allem Telekommunikationsanbieter setzen voll auf M2M. Denn in dieser sehr kompetitiven Branche können sie so neue Geschäftsfelder erschließen und dank innovativer Services die Bindung zu ihren Kunden stärken“, gibt Wukowits einen positiven Ausblick. Nokia Siemens Networks als einer der weltweiten größten Anbieter von Telekommunikationslösungen bietet Providern maßgeschneiderte Unterstützung bei der Einführung, Durchführung sowie Verwaltung von M2M-Lösungen.
Details zur Connectivity Scorecard und detaillierte Ergebnisse von Österreich gibt es unter www.connectivityscorecard.org



1/2012
8/2011
7/2011


Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 