Die Christian-Doppler-Laboratorien sind ein bewährtes Standbein der Verbindung universitärer Forschung mit der wirtschaftlichen Anwendung, die gemeinsam mit Wirtschaftspartnern das universitäre Wissenspotenzial für industrielle Innovationen und die Lösung industrieller Problemstellung nutzen.
Das neue Labor für Client-Centric Cloud Computing (CDCC) erforscht, wie es potentiellen Nutzern von Cloud Computing-Angeboten, eben den Clients, ermöglicht wird, diese gewinnbringend und flexibel zu nutzen, ohne dabei Sicherheit und Datenschutz zu kompromittieren oder die Kontrolle über die eigenen Anwendungen zu verlieren. „Die Laufzeit Labors endet 2018. Pro Jahr stehen 260.000 Euro zur Verfügung“, so Univ. Prof. Dr. Roland Wagner ist der Leiter des Instituts für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW) an dem CD-Labor organisatorisch angesiedelt ist.
„Wir sehen es als Aufgabe des CDCC, alles Mögliche zu tun, um Transparenz für die Nutzer schaffen, also Wissen darüber zu schaffen, was Cloud Computing tatsächlich kostet, und zwar in dem Sinne, dass für die Nutzer klar ist, welche Maßnahmen zu treffen sind, um Sicherheit, Kontrolle, Datenschutz, Rechte und Pflichten, etc. zu garantieren, und welche Auswirkungen dies auf die Softwarearchitektur, Performanz und letztlich auf die Kosten hat“, berichtet der Laborleiter des CDCC, Dr. Klaus-Dieter Schewe.
Beim Cloud Computing wird ein Teil der Informationstechnologie auf der Nutzerseite nicht mehr selbst betrieben oder örtlich bereitgestellt, sondern bei einem oder mehreren Anbietern als Dienst gemietet. Der dahinter stehende Markt befindet sich heute erst im Anfangsstadium, Marktforscher prognostizieren für die nächsten Jahre hohe zweistellige Wachstumsraten. Die Unternehmenspartner des neuen CD-Labors setzen schon jetzt auf Cloud Computing. „Wir beteiligen uns am CD-Labor weil wir von der Verfügbarkeit von bestens ausgebildeten und führenden Spezialisten profitieren werden. Die Forschungsergebnisse bilden die Basis für neue, innovative Produkte“, erklärt DI Hannes Niederhauser, Aufsichtsratsvorsitzender der Quanmax AG.
Der Standort des neuen CD-Labors ist der Softwarepark Hagenberg. „Durch das Zusammenspiel der Forschungs-, Lehr- und Wirtschaftseinheiten im Softwarepark Hagenberg war es möglich, die Gründungsidee für das neue Labor in kürzester Zeit (8 Monate) in die Tat umzusetzen: Die JKU Institute RISC (Research Institute for Symbolic Computation) und FAW (Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung) sowie das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) und die FH Oberösterreich haben sich mit den mit Hagenberg intensiv verbundenen Firmen Quanmax AG, SecureGUARD GmbH und CloudGUARD GmbH verbunden, um einen Antrag zur Gründung des "Christian-Doppler-Labors für Client-Centric Cloud Computing" bei der Christian-Doppler Forschungsgesellschaft einzureichen“, berichtet Dr. Bruno Buchberger, Leiter und Gründer des Softwareparks über die inzwischen erfolgreich umgesetzte Initiative.



1/2012
8/2011
7/2011


Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 