Die Unternehmensberatung Consigma hat gemeinsam mit der Fachzeitung Computerwelt eine Umfrage unter österreichischen IT-Entscheidern durchgeführt. Insgesamt haben sich 126 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und ab einer Unternehmensgröße von € 50 Mio. Jahresumsatz daran beteiligt.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Die IT-Budgets für 2011 liegen leicht über dem Vorjahresniveau. Knapp 70 % der Befragten geben an, dass sie zumindest ihr IT-Budget aus dem Vorjahr halten oder erhöhen. Der Großteil der IT-Budgets wird für Personal ausgegeben, gefolgt von Soft- und Hardware.
- Der Anteil der IT-Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft liegt 2011 bei 1,4 % – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 0,3 %. Eine Ausnahme stellt der Bereich Financial Services dar: Hier ist der Anteil der IT-Mannschaft im Vergleich zu 2010 um 1,3 % gestiegen und liegt nun bei 5 %.
- Nur 39 % der Befragten haben eine vollständig an der Geschäftsstrategie ausgerichtete IT-Strategie.
- Virtualisierung und Informationssicherheit sind die Top-Trends. Hype-Themen wie Cloud Computing und As-a-Service-Angebote hinken dagegen noch nach.
Unabhängig von Branche und Firmengröße rechnen also 70 % der IT-Entscheider mit höheren oder gleichbleibenden IT-Budgets für 2011. Unternehmen, die über keine konsequente IT-Strategie verfügen (immerhin 61 %), kürzen ihre IT-Budgets am stärksten. 65 % dieser Unternehmen geben an, dies für 2011 zu tun. Sowohl bei der Erhöhung als auch bei der Reduzierung der IT-Budgets beträgt die Veränderung in der Regel aber nicht mehr als 10 %.
Was die Top-Themen betrifft, so bewerten 62 % der Befragten „Virtualisierung der Infrastruktur“ als sehr wichtig, gefolgt von „Informationssicherheit“, die für 57 % sehr wichtig ist. Stark zugelegt hat das Interesse, auf Windows 7 zu migrieren. Für 29 % der österreichischen IT-Entscheider ist das ein sehr wichtiges Thema.
Auf den letzten drei Plätzen liegen die Themen „Cloud Computing“ (für 7 % sehr wichtig), „as-a-Service-Angebote“ (für 4 % sehr wichtig) und die „Migration auf IPv6“ (für 3 % sehr wichtig). Auch „Social Media“ bzw. Web-2.0-Angebote (für 8 % sehr wichtig) sind für Österreichs IT-Entscheider derzeit nicht wirklich relevant. Die Hype-Themen der IT-Anbieter werden also von den IT-Entscheidern der heimischen Unternehmen noch nicht wirklich angenommen.
Einen Kurzauszug der Umfrage gibt es auf: www.it-umfrage.at



1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 