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Raubkopien

2010 Software im Wert von 158 Millionen Euro illegal

In Österreich wurden 2010 laut Business Software Alliance (BSA) Programme im Wert von rund 158 Millionen Euro raubkopiert. 24 % aller verwendeten Programme sind illegal.

Regionale Verbreitung illegaler Software (Bild: BSA)

Obwohl der weltweite Anteil unlizenzierter an der Gesamtmenge der installierten Software um einen Pozentpunkt auf 42 % sank, trieb das Wachstum des Softwaremarktes vor allem in Schwellenländern den Wert der illegalen Programme um 14 % auf ein neues Rekordhoch (59 Mrd. USD). Mehr als die Hälfte dieses Schadens entsteht inzwischen in Schwellenländern.

In der EU stagniert der Anteil unlizenzierter Software bei 35 %, der Wert stieg von umgerechnet 8,3 auf umgerechnet 10,1 Milliarden Euro. Der größte Schaden für die Softwareindustrie innerhalb der EU entsteht in Frankreich: hier liegt die Piraterierate bei 39 %, was einem Wert von 1,9 Milliarden entspricht. Weltweit liegen die USA (20 %, 9,5 Milliarden US-Dollar), China (78 %, 7,8 Milliarden US-Dollar) und Russland (65 %, 2,8 Milliarden US-Dollar) an der Spitze, was das Volumen der Raubkopien angeht.

Georg Herrnleben, Senior Director EMEA bei der BSA: “Diese Ergebnisse geben Grund zur Sorge. Im wirtschaftlich erfolgreichen Jahr 2010 hat die illegale Verwendung von Software fast ebenso stark zugenommen wie der legale Softwaremarkt gewachsen ist, was zu einem Rekordvolumen an Raubkopien geführt hat. Die Herausforderung ist größer geworden. Unsere Arbeit für den Schutz des Urheberrechts von Software ist deshalb umso wichtiger.“

Einstellung zum Recht am geistigen Eigentum

Anwender sind mehrheitlich auf der Seite von Entwicklern und für den Schutz der Rechte am geistigen Eigentum: einer aktuellen Studie zufolge stimmen 71 % der Befragten zu, dass Entwickler für ihre Arbeit bezahlt werden sollten. Eine starke Mehrheit ist zudem von den Vorteilen geistiger Eigentumsrechte und ihrer wirtschaftlichen Folgen überzeugt: 59 % geben an, dass sie die heimische Wirtschaft fördern, 61 % sind der Meinung, dass sie Arbeitsplätze schaffen.

Georg Herrnleben: „Die Studie bekräftigt einmal mehr die Überzeugung, dass geistiges Eigentum als wichtige Ressource geschützt werden muss – ganz gleich, ob es sich um Produktpiraterie oder illegale Software handelt: Der Schutz von Urheberrechten schafft Arbeitsplätze und fördert die einheimische Wirtschaft.“

www.bsa.org

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MONITOR-Autoren
Dipl.-Hdl. Ing. Ernst Tiemeyer

bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. ..mehr..

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