Im Jahr 2010 hat HP mit "Instant-on Enterprise" seine neue Strategie im Geschäftskundensegment vorgestellt. Das "Echtzeit-Unternehmen" kann dank einer flexiblen IT- und Telekominfrastruktur quasi "sofort" auf dynamische Wirtschaftsentwicklungen reagieren und die Vorteile einer vernetzen Welt für den Geschäftserfolg nützen. Die IT wird zum zentralen Bestandteil des Unternehmens und ist mit allen Geschäftsprozessen verflochten.

„Die Zukunft sind hybride Cloudlösungen.“ DI Dieter Kittenberger, Country Manager ESSN bei HP Österreich
Beeinflusst wird diese Entwicklung von drei globalen "Megatrends", die da lauten: neue Businessmodelle, rasante technologische Entwicklungen und ein veränderter Arbeitsstil von jüngeren Mitarbeitern. Kittenberger: "Die Auflösung von starren Wertschöpfungsketten, immer kurzfristigere wirtschaftliche Trends, die rasche Reaktionen erfordern, und die zunehmende Verschmelzung von privatem Leben und Beruf erfordern eine anpassbare und flexible Infrastruktur." Diese Infrastruktur macht "Instant-on" erst möglich und sichert auf diese Weise die Navigationsfähigkeit und den Erfolg eines Unternehmens auf immer schwieriger prognostizierbaren Märkten.
"Jeder mit jedem"
Was zeichnet ein Echtzeit-Unternehmen aus? Eine durchgängig vernetzte Infrastruktur, die Mitarbeitern zu jeder Zeit und an jedem Ort über unterschiedliche Informationskanäle die Informationen bereitstellen kann, die er benötigt. Außerdem ist sie so administrierbar, dass sie die positive oder negative Dynamik der Märkte abfedern und in einen produktiven Beitrag zum Unternehmen umwandeln kann.
"Schlüsselmerkmale einer solchen Infrastruktur sind moderne Applikationen, Konvergenz, ein hoher Sicherheitslevel, ein optimiertes Informationsmanagement und die Unterstützung von unterschiedlichen Informationskanälen", so Kittenberger. "Und die Herausforderung besteht aktuell darin, dass viele Unternehmen diese Punkte noch gar nicht oder erst zum Teil umgesetzt haben."
Die Zukunft liegt in der Cloud
Bei HP hat man die strategischen Prioritäten an diese Entwicklung angepasst: im Zentrum stehen die Themen Cloud, Software (mit einem Schwerpunkt auf Security- und Managementlösungen) sowie Konnektivität, wobei man auch auf webOS setzen möchte.
Mit dem entsprechenden Rüstzeug von HP versehen, sollen Unternehmen dann ihre "Cloud-Zukunft" realisieren können - und in dieser "Cloud-Zukunft" wird es, so Kittenberger, auf die sinnvolle Verknüpfung von privaten und öffentlichen Cloud-Services ankommen: "Nach Überzeugung von HP wird eine hybride IT-Umgebung, in der die besten Komponenten traditioneller Umgebungen mit privaten und öffentlichen Clouds miteinander kombiniert werden, künftig das vorherrschende Modell für viele größere Unternehmen sein."
Wie man sich so ein Szenario vorstellen kann? In großen Unternehmen dient das eigene Rechenzentrum zum Beispiel als Dienstleister für das eigene Unternehmen, aber möglicherweise auch für weitere, genau definierte Kundengruppen. Zusätzlich werden Services aus der Public Cloud bezogen. Ein Beispiel dafür sind Office-Anwendungen oder CRM, wo es bereits erprobte Modelle gibt.
"Der CIO nimmt dann die Funktion eines Brokers ein", so Kittenberger, der für die richtige, kosteneffiziente Abmischung sorgt. Auch KMUs würden durch die zunehmende Komplexität des Echtzeit-Business in die Cloud gedrängt, um sich die benötigen Ressourcen extern zu beschaffen. In Zukunft sind auch businesskritische Daten kein Tabu für einen Cloud-Einsatz mehr, ist Kittenberger überzeugt: "Es kommt nur darauf an, dass die Sicherheitsanforderungen stimmen und die Vertrauensfrage geklärt ist."
HP & 3PAR: Storage für die Cloud
Um solch ausgetüftelte Distributionsmodelle für Daten aufzubauen, wird eine ebensolch ausgetüftelte Technik benötigt. Vor allem auch deshalb, weil die Datenmengen, die diese Infrastrukturen zu bewältigen haben, unglaublich rasch zunehmen. "Alle 12 bis 18 Monate verdoppelt sich der digitale Content weltweit", erläutert Kittenberger. Während die "Packungsdichte" bei Bladeservern steigt, sorgen Innovationen im Storage-Segment für eine optimierte Datenhaltung in der Cloud.HP hat deshalb 2010 den technologisch innovativen Storagehersteller 3PAR übernommen und bietet jetzt mit HP 3PAR Utility Storage eine neue Speicherplattform an. "Durch die Übernahme von 3PAR ist ein Portfolio entstanden", erläutert Kittenberger, "das Unternehmen in Sachen Speicher fit für die Cloud macht."
Das System ist als Einzelsystem beispielsweise für die Konsolidierung im Rahmen von Cloud Computing einsetzbar und fokussiert Projekte mit hohem Datenaufkommen und Datenbankapplikationen. Als integrativer Bestandteil von HP CloudSystem ist es für die Implementierung von Cloud-Strukturen (private, public oder hybrid) geeignet. "Innerhalb weniger Minuten können Unternehmen damit Cloud-Services mittels einer zentralen Managementkonsole über bestehende Speicher, Server und Anwendungen hinweg einrichten", schwärmt Kittenberger.
Dank dieser Anpassungsfähigkeit lassen sich zum Beispiel auch Cloud-Dienstleistungen flexibler handhaben. "Früher ging der Trend zu langfristigen Outsourcing-Verträgen, jetzt werden zunehmend die Vorteile kürzerer Laufzeiten genützt", weiß der HP-Spezialist. Von dieser Entwicklung könnten sowohl Anbieter als auch Dienstleistungsnehmer profitieren.
Aktuelle Marktentwicklung
Die Frage zur aktuellen Marktentwicklung darf natürlich nicht ausbleiben. Laut Kittenberger sei man im aktuellen Geschäftsjahr sehr gut unterwegs: "Von HP geprägte Themen, wie das der konvergenten Infrastruktur, die vor zwei Jahren in den Unternehmen nur angedacht wurden, werden inzwischen angenommen." Der große Vorteil von HP sei, dass man als Infrastruktur-Gesamtlösungsanbieter auftreten könne. Auch die sehr rasch erfolgte Integration von 3PAR habe bereits konkrete Kundenerfolge gebracht.





1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 