Ziele der Kooperation sind eine Erhöhung der 3G-Netzabdeckung für die Kunden beider Partner sowie eine Verbesserung der Kapazitäten, um den Kunden in Zukunft neue, qualitativ hochwertige Breitbanddienste zur Verfügung zu stellen. Die Telekom Regulierungsbehörde RTR sowie die Bundeswettbewerbsbehörde wurden darüber bereits informiert. Die regulatorischen Auflagen für den Ausbau der 3G-Netze werden in vollem Umfang eingehalten, so die beiden Kooperationspartner.
Bei der Netzkooperation geht es um aktives 3G-RAN-Sharing. Das bedeutet, dass eine festgelegte Anzahl von 3G-Stationen wechselseitig gemeinsam genutzt werden. Das betrifft ausschließlich bestehende Standorte der beiden Partner und davon nur jene Standorte, die sich in ländlichen Gebieten befinden. Beide Partner bringen mehrere hundert Stationen in die Kooperation ein.
Gemeinsam genutzt werden die Sendestation und die dazugehörige Antenne, also der Funknetzteil (RAN). Das RAN des einen Partners wird mit Core-Netzelementen des anderen, die jeder Betreiber weiterhin eigenständig betreibt, verbunden. Beide Partner behalten damit volle Kontrolle über die eigenen Netze und betreiben ihre Dienste und Produkte weiterhin strikt getrennt. Das Spektrum wird dabei nicht gemeinsam genutzt. Somit ist die wettbewerbsrechtliche Unabhängigkeit der Partner uneingeschränkt gewährleistet.
Zunächst erfolgen Tests an einzelnen Standorten sowie die technische Evaluierung. Diese Tests werden voraussichtlich in einigen Monaten abgeschlossen sein. Ein Live-Betrieb ist für das 4. Quartal 2011 geplant.


1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 