„Durch die Möglichkeit der zentralen Datenerfassung direkt am Point of Care und die Vernetzung mit krankenhausinternen und externen Informationssystemen können Fehlerquellen durch Systembrüche minimiert werden. Das macht die Behandlung und Betreuung der Patienten für Ärzte und Pflegepersonal in Zukunft deutlich einfacher und sicherer“, umreißt Alexander Sperl, Vorstandsdirektor und Chief Commercial Officer A1 Telekom Austria, den Funktionsumfang des eCare Terminals.
Der eCare Terminal ist eine rein IP-basierte Lösung, die seitens des Spitals neben LAN keinerlei Infrastruktur voraussetzt. Im Spitalsgebäude wird lediglich ein Router installiert, der weitere Betrieb erfolgt über A1 Telekom Austria. Das Serviceangebot des eCare Terminals, das derzeit im Donauspital getestet wird, ist modular erweiterbar. So kann beispielsweise ein Informations- und Bestellservice ergänzt werden, mit dem Patienten ihre Menüauswahl treffen und Informationen des Spitals abrufen können. Mit einem Pflege-Service-Call kann der Patient Anfragen direkt an das Krankenhauspersonal übermitteln. Die Patientenwünsche treffen auf dem Pflegeterminal im Zimmer des Pflegepersonals ein und können so nach Dringlichkeit abgearbeitet werden.
Von ersten Erfahrungen mit dem eCare Terminal im laufenden Krankenhausbetrieb berichtet OAR Gerhard Rudy, Verwaltungsdirektor des SMZ Ost: „Wir haben derzeit ein Krankenzimmer in der Neurochirurgischen Abteilung mit eCare Terminals ausgestattet. Die Patienten können im Testbetrieb vorerst via Bildschirm TV, Radio, Telefonie, Internet, Unterhaltungs- und Lernspiele, E-Mail und SMS nutzen. Wir sind davon überzeugt, dass wir unseren Patienten mit dem eCare Terminal neben der optimalen medizinischen Betreuung ein innovatives Service für noch mehr Wohlbefinden im Krankenhaus bieten.“
Mit dem neuen Krankenhausinformationssystem des Wiener Krankenanstaltenverbundes (impuls.kis) werden darüber hinaus in den nächsten Monaten Patientendaten schrittweise elektronisch verfügbar sein. Dadurch wird erstmals der Zugang zu diesen Daten am Krankenbett möglich. Visite und Pflegedokumentation werden so wesentlich vereinfacht. Krankenakten müssen dann nicht mehr wie bisher räumlich getrennt eingesehen werden, sondern sind überall verfügbar – vom Röntgenbild bis hin zu den aktuellen Vitalparametern. Auch Patientenaufklärung, OP-Informationen und Einverständniserklärungen können in naher Zukunft elektronisch abgewickelt werden.



1/2012
8/2011
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Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 