Für 72 % der Befragten liegt der größte Anreiz zur Umstellung in den schnelleren Rechnungsbearbeitungsprozessen, die durch E-Invoicing ermöglicht werden. Die Umstellung wird allerdings häufig dadurch erschwert, dass Lieferanten oftmals keine Möglichkeit zum Versand elektronischer Rechnungen haben oder gezwungen sind, viele unterschiedliche Systeme zu nutzen.
Obwohl zwei Drittel der Befragten davon überzeugt sind, dass sich die Vorteile einer elektronischen Abwicklung von Rechnungen und Auftragsbestätigungen positiv auf ihr Unternehmen auswirken, wird das Potenzial nur in geringem Maße ausgeschöpft: Derzeit erhalten 56 % der befragten Unternehmen weniger als 20 % ihrer Rechnungen auf elektronischem Weg. Die überwiegende Mehrheit (74 %) der Rechnungen geht noch immer in Papierform ein und wird anschließend für den weiteren Arbeitsprozess eingescannt. Nur 9 % der befragten Unternehmen haben E-Invoicing bereits in großem Umfang eingeführt.
Ein Grund für die zögerliche Einführung ist der beträchtliche Zeit- und Ressourcenaufwand zur Erfüllung von Compliance-Anforderungen, zur Umstellung der bisherigen Prozesse sowie der Einbindung von Lieferanten. Darüber hinaus nennen 46 % der Finanzexperten die Kosten als Hinderungsgrund für eine Einführung.
Eine große Herausforderung besteht zudem in der fehlenden Interoperabilität zwischen verschiedenen E-Invoicing-Netzwerken. Lieferanten sehen sich oft durch Systeme eingeschränkt, die nur bestimmte Dokumentformate zulassen. Rund 60 % der Umfrageteilnehmer befürworten deshalb ein offenes Netzwerk, das jeder Lieferant, Käufer oder Drittanbieter zum Versand elektronischer Dokumente nutzen kann – unabhängig davon, ob bereits eigene Technologien im Unternehmen vorhanden sind oder nicht.
Weitere Informationen mit dem Titel „E-Invoicing: A Global View Survey“ sind verfügbar unter: www.basware.de/e-invoicing


1/2012
8/2011
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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 