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Studie

Umsetzung der Back-Office-Enterprise-Cloud in Unternehmen

In einer weltweiten Studie befragte der Business-Software-Experte Unit4 Agresso 700 mittlere und große Kundenunternehmen aus zwölf Ländern über ihre Pläne mit Cloud Computing. Dabei ging es um die Ausgliederung der wichtigsten Back-Office-Funktionen in die IT-Wolke.

Übereinstimmung herrschte unter den so genannten Businesses Living IN Change - dynamische Unternehmen, die sich häufig Veränderungen ausgesetzt sehen, kurz BLINCT - besonders in vier Punkten:

  • die Einführungsrate der Cloud ist 2011 konstant zum Vorjahr;
  • der öffentliche Bereich wird Cloud-Technologien im gleichen Ausmaß einführen wie der Wirtschaftssektor;
  • Buchhaltung und Finanzwesen werden im Vergleich zu anderen Geschäftsanwendungen wie CRM oder Personalwesen am ehesten in die Wolke überführt;
  • Unternehmensanwendungen werden innerhalb der nächsten zehn Jahre in die Cloud übergeben.

Die Einführungsrate für Cloud Computing bleibt 2011 konstant

Die Studie ergab, dass, in Hinblick auf die Höhe der Investitionen, BLINC in diesem Jahr zwar mehr Geld in Cloud-Technologien für ihre wichtigsten Geschäftsbereiche investieren wollen, das Wachstum aber konstant bleiben wird. 32 % der Befragten gaben an, 2011 mehr für Cloud Computing ausgeben zu wollen. Die gleiche Anzahl geht von gleichbleibenden Budgets im Vergleich zum Vorjahr aus. Nur 4 % erwarten geringere Ausgaben, während 31 % nicht in Cloud Computing investieren wollen.

Fast die Hälfte der Befragten (334) erklärte, derzeit keine Unternehmensanwendung Cloud-basiert zu nutzen. Dagegen befindet sich bei einem Drittel (222) bereits 1 bis 25 % des Back-Office in der Wolke. Gerade einmal sechs der Unternehmen unterschiedlicher Größe, Industrie und Herkunft konstatierten, dass ihr gesamtes Back-Office - sprich 100 % der IT-Landschaft - Cloud-basiert läuft. Das Wachstumspotenzial im Unternehmenssektor ist damit enorm.

Als Nachteile des Cloud Computing wurden hauptsächlich Kontrollverlust (51 %), Internetabhängigkeit (54 %) und Anpassungsschwierigkeiten (38 %) genannt. Als Vorteile stellten die Unternehmen die leichtere Pflege und Wartung (62 %), die automatischen Updates (42 %) und die Skalierbarkeit (44 %) heraus.

Der öffentliche Bereich zieht in puncto Cloud mit dem kommerziellen Sektor gleich: Abgesehen von der bisher geringen Cloud-Einführung unter den 123 teilnehmenden öffentlichen Organisationen und den geringen zu erwartenden Ausgaben für 2011, gaben 25 % von ihnen an, dass die Cloud in den nächsten zehn Jahren zwischen 25 bis 50 % ihrer Unternehmensanwendungen ausmachen wird. Ganze 17 % halten sogar einen Anteil von 50 bis 75 % für wahrscheinlich.

24 % der Befragten nutzen bereits eine Cloud-Applikation für ihr Finanzwesen. Damit liegen Buchhaltung und Finanzwesen gegenüber anderen Geschäftsanwendungen klar vorn. Geringes Interesse an der Cloud scheint besonders im Supply-Chain-Management und in der Fertigung zu herrschen. Überraschend auch das Ergebnis, dass bisher nur 8 % der Studienteilnehmer in Cloud-basierte CRM-Technologie investiert haben.

Geschäftsanwendungen in die Wolke

Befragt nach der künftigen IT-Strategie für die wichtigsten Unternehmensapplikationen, erklärten 9 % der Teilnehmer, dass ihre Technologie auch in zehn Jahren noch komplett im Unternehmen verbleibt. 8 % gehen hingegen von einer kompletten Auslagerung in die Cloud aus. Ein hybrider Ansatz, der Cloud- und klassischen Einsatz mischt, scheint auch in einem Jahrzehnt noch die realistischste Entwicklung für die meisten (83 %) zu sein: 377 Teilnehmer erwarten, dass der Cloud-Anteil ihrer Geschäftsanwendungen unter der 50%-Marke liegen wird, 312 der Befragten schätzen, dass er darüber hinaus gehen wird.

Über die Studie

Ziel der Erhebung war es, Einschätzungen und Pläne zum Thema Cloud Computing unter mittleren und großen Unternehmen weltweit zu sammeln. Im Fokus standen besonders solche Unternehmen, die naturgemäß stark von Unternehmenstechnologie abhängig sind. Senior Finanz- und IT-Manager aus Unternehmen mit 50 bis hin zu über 5.000 Mitarbeitern aus einer Reihe an Industriezweigen haben von Januar bis Februar an dieser Umfrage teilgenommen. Die befragten Unternehmen stammen aus Deutschland, Benelux, Frankreich, Irland, Kanada, Norwegen, Schweden, Spanien, Ungarn, UK und den USA.

www.unit4agresso.de

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Dr. Manfred Wöhrl

Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. ..mehr..

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