Die Data Systems Austria (DSA) geriet 2010 in wirtschaftliche Turbulenzen. Nach einem Sanierungsverfahren und einem Investment von 3,5 Mio. Euro durch den Linzer Sanierer Recap wurde das Herzstück des Unternehmens, der ERP-Bereich, auf eine neue Basis gestellt. Um die Weiterführung des ERP-Geschäfts zu ermöglichen, wurde die Marke Data Systems Austria von der neugegründeten JET ERP Betriebsgesellschaft m. b. H. übernommen.
Kunden ziehen mit

„Die Marke Data Systems Austria steht nach wie vor für Kundennähe und Softwarequalität ‚Made in Austria‘. Wir werden alles daran setzen, um diesem Anspruch auch in Zukunft gerecht zu werden.” Christian Frass, CEO JET ERP (Bild: DSA)
Mit Frass sind auch Walter Lichtenberger (Leiter Softwareentwicklung) und Günther Brandtner (Leitung Software Consulting) mit an Bord. Verkaufsleiter Herwig Wagner sorgt für die personale Kontinuität bei den Kunden. Wichtig für den Neustart war, so Verkaufsleiter Herwig Wagner, die Treue der Kunden, die fast alle an Bord geblieben sind, darunter Referenzen wie die Vamed Gruppe, Murexin, Rupp oder der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.
"Unternehmen erwarten heute von ihren Softwarepartnern, dass sie die Branche verstehen und das Know-how für eine langfristige Betreuung besitzen. Hier bauen wir auf unsere Kontinuität als ein seit Jahrzehnten im Markt eingeführtes Softwarehaus", so Wagner. Das Unternehmen hat jetzt knapp über 30 Mitarbeiter und eine Basis von rund 550 Kunden und rechnet für 2011 mit einem Softwareumsatz von 3,5 Mio. Euro.
Konzentrierte Produktpalette
Die breite frühere Produktpalette der Data Systems Austria mit ihren Branchenapplikationen wie etwa der JetTicket Software für Veranstalter oder dem CRM-Tool Jet Workplace wurde Zuge der Neustrukturierung verschlankt und auf das ERP-Segment, das Rechnungswesen und die Dokumentenmanagement-Lösung ausgerichtet.
"Wir konzentrieren uns jetzt voll auf den ERP- und DMS-Bereich, dazu zählen die Jet-Lösung für das Rechnungswesen, Jet Orbit für als ERP-Lösung für mittelständische Produktionsbetriebe und Handelsunternehmen, sowie Jet Dokumentenmanagement", erläutert Frass. Weiters blieb die QlikView-basierte Business Intelligence-Lösung Jet BI im Programm sowie das Jet Enterprise Portal powered by United Planet.
Jet Orbit ist das Produktflaggschiff. Es handelt sich um eine integrierte PPS-Lösung für die Industrie. Das Grundpaket kann beispielsweise um Zusatzmodule wie Qualitätsmanagement, Projektverwaltung/-management oder Instandhaltung erweitert werden. "Geplant ist es, hier auch Nischen abzudecken, um den branchenorientierten Ansatz weiterzuführen", so Frass. Bereits jetzt sei man in Bereichen wie Fertigung, Nahrungsmittelindustrie und Bauwirtschaft stark vertreten.
Der Bereich Rechnungswesen und Finanzinformationssystem wird mit Jet Rechnungswesen abgedeckt, das unter anderem Funktionalitäten wie Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung und Kostenrechnung bietet.




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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 