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Thema: Business Software

1,2 Milliarden Artikel im Jahr

abas-ERP beim Schreibwaren-Hersteller Sellner

Getreu dem Motto: "Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein" setzt der innovative Schreibwaren-Hersteller Rudolf Sellner GesmbH auf die ERP-Lösung von ABAS.

Christoph Harzer

Die Auslastung der Maschinen hat sich verbessert, heute hat Sellner 65 % weniger Standzeiten, die durch fehlendes Material verursacht werden, als vor der Einführung der neuen ERP-Software. (Bild: Abas)

Die Rudolf Sellner GesmbH wurde 1947 gegründet. Seither ist es die oberste Devise des Unternehmens, Qualität zu guten Preisen zu liefern. Als OEM fertigt das Oberösterreichische Unternehmen heute Tintenpatronen, Tintengläser, Kombilöscher, Textmarker, Permanentmarker und Tafelschreiber. Insgesamt 7.500 Artikel bzw. Baugruppen werden von 50 Mitarbeitern am Standort Marchtrenk hergestellt.

Im Jahr summiert sich das dann auf rund 1,2 Mrd. produzierte Artikel. Das Unternehmen macht fast alles selbst. Bei 50 % der Artikel kann aber auch zwischen Eigenfertigung und Lohnfertigung gewählt werden. Sellner arbeitet hier mit 15 Lohnfertigern zusammen, bei denen das Unternehmen auch Konsignationslager betreibt. Jahr für Jahr schlagen so rund 100.000 Lagerbewegungen zu Buche.

Wachstum erforderte neues ERP-System

„Wir gehen gemeinsam mit ABAS als Partner einen Weg der ständigen Optimierung und Verbesserung.” Thomas Ametz, Logistikleiter der Rudolf Sellner GesmbH. (Bild: Abas)

Als Logistikleiter Thomas Ametz bei Sellner begann, bestand die Unternehmens-IT aus vielen einzelnen Programmen, die nicht miteinander verbunden waren. Da die steigende Anzahl der Produkte, immer kürzere Lieferzeiten und drohende Vertragsstrafen bei verspäteter Lieferung mit dieser IT-Landschaft nicht mehr zu bewältigen waren, machte man sich im Jahr 2004 auf die Suche nach einer integrierten ERP-Software. Das Rennen machte die Nittmann & Pekoll GesmbH mit der abas-Business-Software.

"Nur neun Manntage dauerte die komplette Einführung des ERP-Systems", begeistert sich Logistikleiter Ametz noch heute. "Hauptsächlich der Standard wurde geschult und eine flexible Scriptsprache mit der ich die unternehmensspezifischen Anforderungen auch selbst machen kann - und das auch als ‚Nicht-ITler'."

Maßgeschneiderter Systemstandard

Sellner setzt alle Funktionsbereiche der ERP-Software ein: vom Einkauf, Verkauf, der Produktionsplanung über das Rechnungswesen bis zur Materialwirtschaft und dem in der Software integrierten Portal. Logistiker Amentz nutzt dabei die Flexibilität der Software, um für jeden im Unternehmen den maßgeschneiderten Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

Das von Sellner eingesetzte ERP-System wird kontinuierlich weiterentwickelt. Über Upgrades bezieht das Unternehmen neue Funktionen und Techniken. Das Einspielen der Upgrades ist laut Thomas Ametz absolut unkritisch: "Unser Projektleiter bei Nittmann & Pekoll lädt mir die Daten auf den Server, ich erstelle eine Mandantenkopie und installiere das Upgrade. Dann erfolgen Tests, das eine oder andere wird gedebuggt und dann erfolgt der Echtstart der neuen Version. Das Upgrade bei abas-ERP ist sehr leicht durchzuführen und an einem Wochenende eingespielt. Ich kann meine Modifikationen sofort wieder wie gewohnt nutzen und bekomme neue Funktionalitäten. Da sich unsere Anwender in der Bedienung des Systems so gut wie nicht umgewöhnen müssen, ist die Akzeptanz von abas-ERP im Unternehmen sehr hoch. Viele bekommen gar nicht mit, dass es ein Upgrade gab."

Perfekt angepasste Prozesse

Thomas Ametz hat so einiges im System eingerichtet was die tägliche Arbeit erleichtert: "Wir belegen unsere Stammdaten beim Anlegen großteils dynamisch vor. Das verkürzt eine spätere Suche nach Artikeln ungemein. Unser chaotisches Lagersystem mit manuellem Eingriff ist über eine bidirektionale Schnittstelle mit unserem ERP-Sysem verbunden. Sämtliche Zu-, Ab- und Umbuchungen werden über eine selbst eingerichtete Barcodelösung über eine Weboberfläche durchgeführt." Der Logistikleiter hat noch mehr eingerichtet: Lieferanten können beispielsweise auf das ERP-System zugreifen und eigene Bestände, die bei Sellner lagern, ihre Lieferscheine und Rechnungen einsehen. Die jeweiligen Zugangsrechte verwaltet der Systemstandard. Durch die sellnerspezifischen Individualisierungen konnte eine hohe Transparenz der Bestände erreicht werden.

"Durch die permanente Verbesserung unserer Arbeitsabläufe konnten wir die Durchlaufzeiten unserer Aufträge um 35% reduzieren", resümiert Ametz und: "Nehmen Sie zum Beispiel strukturelle Anpassungen, die wir vorgenommen haben, die Artikelbezeichnungen laufen über drei Klassifizierungsebenen. Der Parameter Eigenfertigung/Fremdbeschaffung wird bei der Klassifizierung übergeben, auch Aufwand und Erlöskonten, ein Infosystem sucht nach falschen Stücklisten und doppelten Artikeln. Die Ergebnisse, die wir duch diese Modifikationen erreicht haben, können sich durchaus sehen lassen. So hat sich der Suchaufwand nach Artikeln um 30% reduziert, eine Fertigungsliste ist im Schnitt 20% schneller erstellt, Fehler bei der Eigenfertigung/Fremdbeschaffung und Kontierung sind um über 90% zurückgegangen und auch Stücklisten stimmen heute bis ins Detail. Die Auslastung der Maschinen hat sich verbessert, heute haben wir 65% weniger Standzeiten, die durch fehlendes Material verursacht werden als vor der Einführung der abas-Business-Software. Durch die durchgängige Transparenz in allen Bereichen konnten wir unsere Bestände um 30 % senken. Die Cash-to-Cash-Cycle Time konnte dadurch ebenfalls deutlich reduziert werden."

Alles in Allem konnte Sellner mit seinem flexiblen ERP-System in allen Bereichen die Prozess- und Informationstransparenz steigern. "Der Wettbewerb in unserem Segment ist hart", führt Logistikleiter Ametz aus, "Billiganbieter aus China drängen massiv in den Markt. Wir sind zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess gezwungen. abas-ERP gibt uns die Möglichkeit unsere Parameter und Strukturen zu verbessern und das auch durch "Nicht-IT-ler", wie ich es einer bin, aber mit dem firmenspezifische Know-how und einer ganzheitlichen Sicht auf alle unternehmensinternen- und übergreifenden Prozesse."

Ausblick

In nächster Zeit will Sellner ein Web-EDI-System in die Unternehmenssoftware integrieren. Auch fixe Durchlaufzeiten bei variablen Kapazitäten abzubilden, steht bei Thomas Ametz auf der To-Do-Liste. "Wir gehen gemeinsam mit ABAS als Partner einen Weg der ständigen Optimierung und Verbesserung. Denn, wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein."

Der Autor Christoph Harzer ist Marketing Manager der ABAS Software AG.

www.nup.at

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ERP - Enterprise Resource Planning

(ERP, „Planung [des Einsatzes/der Verwendung] der Unternehmensressourcen“) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel oder Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen.

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Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. ..mehr..

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