Das gilt nicht zuletzt auch für den Bereich der Business Intelligence (BI). Der Ruf nach mobilen Endgeräten ertönt hier nicht unvermittelt, sondern folgt konsequent auf die Entwicklung von Web-Clients, über die der Zugriff auf die erforderlichen Informationen via Notebooks und Internet-Terminals ohne hohes Datenaufkommen ermöglicht wurde.
Smartphones und Pad-Systeme sind als nächste Stufe anzusehen, deren Akzeptanz und Verbreitung jedoch um einiges schneller voranschreiten dürfte, als es beim Einsatz der Web-Technologien der Fall war. Schon in den nächsten 18 Monaten dürften viele Unternehmen ihre Mitarbeiter mit neuen mobilen Endgeräten ausgerüstet haben. Man muss kein Hellseher sein, um vorherzusehen, dass sie dann hierüber auch den Zugang zu ihren Kennzahlen haben möchten.
"Mobile BI" - aber mit Sinn und Verstand

„Im Grunde muss es irgendwann genauso egal sein, ob man stationäres oder mobiles BI betreibt wie es heute faktisch keinen Unterschied macht, ob man über das Festnetz oder mit dem Handy telefoniert.” Hermann Hebben ist Mitbegründer und Geschäftsführer des Business-Intelligence- (BI)-Spezialisten Cubeware (Bild: Cubeware)
Richtig komplexe Dinge wie z. B. das Datamining sind auf mobilen Geräten nur schwer vorstellbar oder auch schlichtweg unsinnig. Ähnliches gilt für Massendaten und anspruchsvolle Visualisierungen. Insofern wird BI für zentrales Management und Controlling auch weiterhin am Arbeitsplatz per PC (und bevorzugt am großen Bildschirm) stattfinden.
Neue Anforderungen für die Usability
Im Grunde muss es irgendwann genauso egal sein, ob man stationäres oder mobiles BI betreibt wie es heute faktisch keinen Unterschied macht, ob man über das Festnetz oder mit dem Handy telefoniert. Aufgrund der eingeschränkten und speziellen Darstellungsfähigkeiten setzen Smartphones und Pad-Systeme aber völlig neue Anforderungen an die Bedienstrukturen. Hinzu kommt, dass neben Apple auch Anbieter wie Blackberry, HTC oder HP eine wichtige Rolle spielen werden, ein einheitlicher Bedien- und Entwicklungsstandard jedoch fehlt.
Cubeware geht deshalb den Weg über die Entwicklung einer universellen Web-Service-Schicht - der sogenannten "Cubeware Mobile Service Architecture". Diese ermöglicht es, mit den SDKs (Software Development Kits) aller Smartphone- und Tablet-Anbieter zu arbeiten, von Apple über Blackberry, HTC, Palm bis hin zu Microsoft. Zudem erlauben sie unter Einbeziehung der vorhandenen Navigations- und Visualisierungs-Funktionalitäten der jeweiligen mobilen Endgeräte, ihre Analysen und Berichte in Form von Apps auf jeden mobilen Client zu bringen oder individuelle Mobile-Anwendungen für dezidierte Zielgruppen zu entwickeln.




1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 