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BMVIT Förderprogramme

Elektro-Mobilität hat Zukunft

Elektro-Mobilität ist der Schlüssel für einen ressorucenschonenden Individualverkehr. Eine breite Zusammenarbeit von Industrie, Forschung und Politik soll sicherstellen, dass Österreich bei der Einführung von Elektro-Mobilität (E-Mobilität) die Nase vorn hat.

Das HyLOG-Fahrzeug ist eines von fünf Flurförderzeugen, das voll in den Betrieb bei Fronius eingebunden ist. (Bild: Fronius)

Experten sind sich einig: Unsere Verkehrszukunft wird elektrisch sein. Die Erwartungen an E-Mobilität sind hoch gesteckt: emissionsfreier Individualverkehr, effizient, lärmarm und ressourcenschonend. Trotzdem wird es noch dauern, bis E-Mobilität auf Österreichs Straßen zu einer Massenerscheinung wird. Angepeilt werden etwa 130.000 bis 150.000 rein batteriebetriebene Elektrofahrzeuge und rund 900.000 Hybrid-Fahrzeuge bis zum Jahr 2020.

Eine wichtige Rolle spielt bei dieser Weichenstellung Richtung E-Mobilität von Anfang an das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), in dem die Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern von der Forschung und Technologieentwicklung bis zur Anwendung forciert wird. Im BMVIT laufen alle relevanten Fäden zusammen - von der Infrastruktur über die angewandte Forschungsförderung bis hin zu den verkehrsrechtlichen Rahmenbedingungen werden alle Bereiche der E-Mobilität abgedeckt.

"Es gibt eine echte Aufbruchsstimmung in Industrie und Forschung. E-Mobilität Made in Austria hat ein enormes Potential - für die Umwelt und die Verkehrsteilnehmer genauso wie für die Industrie und ihre Beschäftigten", betont Infrastrukturministerin Doris Bures. "Von 4,3 Millionen Autos, die es jetzt in Österreich gibt, soll bis 2020 jedes vierte Fahrzeug einen ökologischen, alternativen Antrieb haben."

Außerdem soll die heimische Wirtschaft von diesem Systemwandel profitieren. "Das Ziel ist nicht nur, möglichst rasch möglichst viele Hybrid- und E-Mobile in Österreich auf die Straße zu bringen, sondern vor allem auch, dass die umweltfreundliche Mobilität von österreichischen Technologien angetrieben wird - und wir damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Österreich schaffen", so Bures.

Förderprogramme

Das BMVIT verfügt über ein breites Portfolio von Instrumenten zur Förderung der E-Mobilität: Bereits 2009 wurde die Forschungsoffensive für die automotive Industrie gestartet: unter anderem das "A3plus-Technologieprogramm", die "Leuchtturm-Ausschreibung" sowie "Neue Energien 2020".

Alleine im Programm A3plus und seinem Vorgängerprogramm wurden 150 kooperative F&E-Projekte zur Entwicklung alternativer Antriebe und Treibstoffe mit einem Förderbudget von 43 Mio. Euro umgesetzt. In den "Technologischen Leuchttürmen der Elektromobilität" wurden drei große Projektanträge für Demonstrationsprojekte von 52 Organisationen mit 54 Mio. Euro Gesamtvolumen und beantragter Förderung von 23 Mio. Euro eingereicht. Auch in der Ausschreibung "Neue Energien 2020" wurden 2009 eine Reihe von für Hybrid- und Elektrofahrzeuge relevanten Technologieentwicklungen inklusive energieeffizienter elektrischer Nebenaggregate und Leichtbau eingereicht.

Jetzt erfolgen die nächsten Schritte zur Marktüberleitung: Parallel zu F&E werden jene großen Projekte aufgesetzt, in denen alle Bereiche der E-Mobilität - von der Ladeinfrastruktur bis hin zu Fahrzeugtechnologien, Kommunikations- und Ladeservices in der Praxis erprobt werden. Mit der internationalen Ausschreibung "ERA-NET Plus Electromobility+" wurde zu dem eine synergetische Verschränkung der einzelstaatlichen Maßnahmen und Programme über die Binnengrenzen der Europäischen Union hinweg ermöglicht.

Projektbeispiel Fronius

Das HyLog Projekt wurde vom BMVIT im Rahmen der strategischen Leitprojekte aus A3 gefördert. "HyLOG" steht für Hydrogen powered Logistic System. Ehrgeiziges Ziel dieses Vorhabens ist die Realisierung einer emissionsfreien und effizienteren innerbetrieblichen Logistik in einem realen industriellen Anwendungsumfeld - in diesem Fall am Fronius Systemstandort Sattledt (Oberösterreich).

Fünf Logistikzüge sind im Einsatz, um den internen Transport in Sattledt zu bewerkstelligen und um somit mehr als 600 Arbeitsplätze im Zwei-Stunden-Takt mit Material zu versorgen. Nur so können reibungslose Produktionsabläufe sichergestellt werden. Eines der dazu benötigten Fahrzeuge wird im Rahmen des HyLOG-Projekts pilotmäßig auf Antrieb mit solar erzeugtem Wasserstoff umgerüstet und im Praxiseinsatz getestet. Die bislang üblichen Blei/Säure-Batterien im Fahrzeug werden durch die Fronius Energiezelle - eine Niedertemperaturbrennstoffzelle - und eine Wasserstoffwechselkartusche als Treibstofftank ersetzt.

Die zeitintensive, mehrere Stunden dauernde Batterieladung entfällt zur Gänze und wird von einem nur wenige Minuten in Anspruch nehmenden Kartuschenwechsel abgelöst. Der zur Wasserstoffherstellung benötigte Solarstrom wird direkt vor Ort durch die werkseigene 604 kWp PV-Anlage völlig emissionsfrei produziert und mittels Elektrolyse bedarfsgerecht umgewandelt.

Das beeindruckende Ergebnis dieser innovativen Lösung: Doppelte Energiedichte im Vergleich zur Blei/Säure-Batterie sowie eine Verdoppelung der Reichweite!

www.bmvit.gv.at/innovation/verkehrstechnologie/index.html

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