Das Bundesrechenzentrum, als größtes IT-Dienstleistungszentrum der österreichischen Bundesverwaltung, hat einen neuen Umwelt-Maßnahmenkatalog entwickelt, um das BRZ zum ‚grünsten Rechenzentrum Österreichs‘ zu machen. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll Stromverbrauch um 25% reduziert werden.
„Das entspricht ungefähr dem Energieverbrauch von 2.000 Haushalten und einer Einsparung von jährlich 900 Tonnen CO2-Ausstoß. Gleichzeitig sparen wir damit bis zu 650.000 Euro pro Jahr“, betont Mag. Christine Sumper-Billinger, kaufmännische Geschäftsführerin des BRZ.
Mittels einer neuen Umluftkühlung für Serveranlagen wird etwa der Wirkungsgrad der Kühlung erhöht und damit der Ausstoß von CO2 um bis zu 100 Tonnen pro Jahr reduziert. Durch Freecooling – also die Verwendung von kühler Außenluft zur Senkung der Serverraumtemperatur – lassen sich weitere 150 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr einsparen. Die wirksamste „Green IT“-Maßnahme umfasst die Virtualisierung der eingesetzten Computersysteme. Damit wird die Auslastung erhöht und die Energieeffizienz um bis zu 50% gesteigert. Dadurch werden pro Jahr bis zu 1,5 Gigawattstunden Strom und somit 250 Tonnen CO2 eingespart.
Weitere Projekte werden in den Bereichen der Beleuchtung, dem Energiebewusstsein am Arbeitsplatz, der Senkung des Papierverbrauchs, der Mobilität der Mitarbeiter und der Abfallbeseitigung realisiert. „Wir freuen uns, dass unser Weg zum „Grünsten Rechenzentrums Österreich“ von der Stadt Wien anerkannt und geschätzt wird“, freut sich Mag. Christine Sumper-Billinger über die Auszeichnung und den Einzug ins Finale des Umweltpreises.
Der Umweltpreis der Stadt Wien wird an Unternehmen verliehen, welche ein besonders innovatives Engagement für die Umwelt verfolgen. Die ÖkoBusinessPlan-Auszeichnung wird an Betriebe verliehen, welche mit Hilfe von externen Beratern der Stadt Wien ihr Unternehmen auf Umweltkurs bringen. In drei Phasen wird das Unternehmen analysiert, gemeinsam mit dem Betrieb Umwelt-Maßnahmen erarbeitet und die Mitarbeiter geschult.




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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 