Beispielgebende Beiträge aus Kunst, Design und Wissenschaft skizzieren dabei das aktuelle und zukünftige Zusammenleben und -Wirken von Menschen und Maschinen. Zu sehen ab Freitag, 11. März 2011. Im Ars Electronica Center Linz.
Robotinity – das neue RoboLab
„Robotinity“ setzt sich zusammen aus „Robotics“ und „Humanity“ und verweist auf die Leitidee des neuen RoboLab: es geht um das zunehmende Verschmelzen von Alltag und Technologie, um das aktuelle und das zukünftige Zusammenleben und -Wirken von Menschen und Maschinen. Das neue RoboLab lädt ein, sich in die Rolle einer Archäologin, eines Archäologen, in einer fernen Zukunft zu versetzen und fragt, was wir wohl vorfänden, würden wir uns durch die Überreste des 21. Jahrhunderts wühlen, auf der Suche nach den Anfängen jener Ära, in der Menschen und Maschinen begonnen haben miteinander zu leben. Anhand exemplarischer Beiträge aus Kunst, Design und Wissenschaft skizziert das RoboLab unseren Weg in diese „Robotinity“.
Wovon Maschinen träumen
Wovon träumen Maschinen eigentlich, wenn sie zum Stillstand kommen? Wenn wir uns einen Moment lang auf diese – an sich absurde – Vorstellung einlassen, entstehen Bilder und Geschichten, die nicht so sehr von den Maschinen, sondern von unseren eigenen Fantasien, Träumen und Ängsten rund um Fortschritt und technologische Entwicklung handeln. Die Ausstellung „Wovon Maschinen träumen“ versammelt Kunst-Maschinen, die verglichen mit ihren Pendants aus Industrie und Wirtschaft rein gar nichts mit Rationalität und Perfektion, nichts mit effizienzoptimierter Logik zu tun haben. Scheinbar sinn- und nutzlose Maschinen, die aber von atemberaubender, von inspirierender Schönheit sind.
Mit „Robotinity“ und „Wovon Maschinen träumen“ führt das Ars Electronica Center die 2009 eingeschlagene Strategie eines Neben- und Miteinanders von Kunst und Wissenschaft fort. Eine Strategie, die auf großes Publikumsinteresse stößt, die aber auch völlig neue Perspektiven und Kooperationen eröffnet und damit eine interdisziplinäre Annäherung an brisante Fragen unserer Gegenwart und Zukunft möglich macht, die in dieser Form weltweit einmalig ist.
Robotinity / Arbeiten & Projekte
Das neue RoboLab bündelt künstlerische Arbeiten, wissenschaftliche Entwicklungen und Zukunftsvisionen zu vier thematischen Schwerpunkten: Environment versammelt Roboter, die genau jene Tiere imitieren, mit denen wir uns seit jeher umgeben – ein Brückenschlag zwischen unseren uralten Instinkten und Verhaltensmustern und neu erworbenen technologischen Fähigkeiten. Der Bereich Medizin thematisiert brisante Entwicklungen der Medizintechnologie und das immer weitergehende Zusammenwachsen von Organismus und Maschine. Der Bereich LifeStyle setzt robotische Modetrends in Szene und RoboLandscape zeichnet die Geschichte robotischen Designs nach – vom bloßen Imitieren bestimmter Tiere und Pflanzen über die Erschaffung aufrecht gehender Maschinenmenschen bis hin zur Ausformung völlig neuer Wesen ohne jegliche natürliche Vorbilder.



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8/2011
7/2011


