Der „Multi-Touch-Museumsplaner“ soll Museen die Möglichkeit bieten, Ausstellungen in dreidimensionaler Form zu realisieren. „In den Archiven lagert sehr viel, doch nur ein Bruchteil ist der Öffentlichkeit zugänglich“, erklärt Werner Haas, Direktor des Instituts Digital. „In der Wiener Albertina werden von rund einer Million Kunstwerken nur wenige Hundert ausgestellt.“ Es besteht aber auch das Risiko, Kulturgüter auf katastrophale Weise für immer zu verlieren. „Das Kölner Stadtarchiv und der Wasserschaden in der Albertina sind deutliche Warnungen“, ergänzt Professor Dieter W. Fellner, Geschäftsführer von Fraunhofer Austria.
Ein erstes Ergebnis der Kooperation ist der „Multi-Touch-Museumsplaner“. In Zusammenarbeit mit dem Technischen Museum Wien entstand am Institut Digital eine Software für virtuelle Ausstellungen namens eXhibition:editor3D. Sie soll Museen die Möglichkeit bieten, Ausstellungen in dreidimensionaler Form zu realisieren. Darüber hinaus kann das Programm auch zur Planung von realen Ausstellungen genutzt werden.
Fraunhofer Austria ergänzte diesen Editor um die vom iPhone bekannte Multi-Touch-Technologie. Mit Hilfe von Berührungsgesten wird die Benutzung vereinfacht. Die Anwendung können so auch mehrere Personen gleichzeitig bedienen. Für die Darstellung der virtuellen Ausstellung wird die maßgeblich vom Fraunhofer IGD, dem Schwesterinstitut des Geschäftsbereichs Visual Computing, entwickelte 3D-Internettechnologie X3DOM verwendet.




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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 