Der Wettbewerb kürt jährlich die innovativsten IT-Projekte und -Konzepte sowie Institutionen in der Behördenlandschaft aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit ihrem elektronischen Datenübertragungsverfahren FinanzOnline erlangte die österreichische Finanzverwaltung den zweiten Platz in der Kategorie „Das nachhaltigste eGovernment-Projekt des Jahrzehnts“, für die alle erstplatzierten Einreichungen der neun bisherigen eGovernment-Wettbewerbe erneut von der Jury bewertet wurden.
„FinanzOnline ist in dieser Wettbewerbsrunde das einzige Projekt aus Österreich, das eine Auszeichnung erhält. Wir gratulieren herzlich zu dieser großartigen Leistung", so Christian Ettl, Prokurist und verantwortlich für den öffentlichen Bereich bei BearingPoint in Wien. „Das elektronische Datenübertragungsverfahren hat das Verwaltungshandeln in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert. Die Nachhaltigkeit des Konzepts zeigt sich insbesondere in der durchwegs breiten und steigenden Nutzung durch Bürger und Unternehmen.“
Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich, war Mitglied der internationalen Jury. Er war sehr erfreut über die besondere Auszeichnung dieses österreichischen Vorzeigeprojektes: „Der Preis ist ein gutes Zeichen dafür, dass sich elektronische Verwaltung nachhaltig auszahlt.“
Sektionschef Dr. Gerhard Popp, Bundesministerium für Finanzen, skizzierte bei der Preisübernahme die Strategie der Finanzverwaltung für die Zukunft: „Im Finanzamt der Zukunft soll kein Papier mehr landen. Wir arbeiten darum vehement daran, FinanzOnline noch attraktiver und einfacher zu machen. Denn jeder Antrag, der elektronisch einlangt, bedeutet weniger Kosten für die Verwaltung und schnelleres Service für die Bürger. Würden jede Steuerzahlerin und jeder Steuerzahler FinanzOnline nutzen, könnten wir pro Jahr bis zu 10 Millionen Euro sparen. Das ist ein schönes Beispiel für eine erfolgreiche Verwaltungsreform.“, so Sektionschef Popp.
FinanzOnline ist das elektronische Datenübertragungsverfahren der österreichischen Finanzverwaltung auf Basis der Internettechnologie. Seit dem Jahr 2003 haben alle Bürger sowie Unternehmer und Gemeinden Zugang zu diesem Online-Service. FinanzOnline eröffnet für jede dieser Benutzergruppen verschiedenste Nutzungsmöglichkeiten. In einigen Bereichen (z.B. Umsatzsteuervoranmeldung) ist bereits eine Nutzungsrate von 90% erreicht worden.
Der Wettbewerb verfolgt das Ziel, die Verwaltungstransformation sowie den Einsatz innovativer Technologien in der öffentlichen Verwaltung zu fördern. Zur Teilnahme aufgerufen waren Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie alle Bürgerinnen und Bürger für den Sonderpreis.



1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 