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WKÖ-Studie

48% der österreichischen Betriebe nutzen soziale Medien

2.250.000 Facebook-Accounts und 37.000 Twitternutzer gibt es aktuell in Österreich. Damit wird das Thema auch für Betriebe immer interessanter. Mit der Studie zur Social Media-Nutzung der heimischen Wirtschaft des E-Centers der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) liegen erstmals repräsentative Informationen für österreichische Unternehmen vor.

"In zwei Drittel aller Unternehmen, die Social Media nutzen, gibt es keinerlei Richtlinien für die Nutzung." - Dr. Gerhard Laga, Leiter des E-Centers in der WKÖ (Bild: Fotodienst/ Anna Rauchenberger)

Die Ergebnisse: Österreichs Unternehmen setzen zunehmend auf soziale Medien. Bei der im Jänner 2011 durchgeführten Studie gaben 48 % der Betriebe (Geschäftsführer, Selbstständige und IT-Verantwortliche) an, soziale Medien zu nutzen. Vor einem Jahr waren es erst 39 %. Facebook, Twitter und Xing sind dabei die beliebtesten Plattformen: 77 % der in sozialen Medien aktiven Unternehmen nutzen Facebook, 56 % verwenden Xing, bereits 24 % setzen auf Twitter. Haben sich Unternehmen einmal für die Nutzung sozialer Plattformen entschieden, sind sie dort sehr aktiv: Bei der Umfrage der WKÖ gaben zwei Drittel der Nutzer sozialer Medien an, zumindest wöchentlich Neuigkeiten zu posten, 18 % tun dies sogar täglich.

Bei allem Eifer, den Österreichs Unternehmen in sozialen Medien an den Tag legen – bei der Frage nach dem Nutzen dieser Bemühungen herrscht teilweise noch Orientierungslosigkeit. So sehen 41 % der befragten Unternehmer den Nutzen ihres Engagements für ihr Geschäft nicht konkret. Immerhin 36 % sehen positive Ergebnisse, am meisten profitieren sie bei der Neukunden- und Neugeschäftsanbahnung. Wie die WKÖ-Studie aufdeckt, verfolgt nur ein Viertel jener Unternehmen, die bereits in sozialen Medien aktiv sind, strategische Ziele bei der Nutzung dieser Plattformen. Die Imagepflege wird hier als vordringliches Ziel genannt, gefolgt von Neukundengewinnung und Kundenbindung.

Neben konkreten Zielen fehlen oftmals auch bestimmte Vorgaben: "In zwei Drittel aller Unternehmen, die Social Media nutzen, gibt es keinerlei Richtlinien für die Nutzung. Nur 22 % haben bereits eigene Guidelines zur Nutzung sozialer Medien entwickelt, weitere 11 % planen, derartige Richtlinien einzuführen", betont Gerhard Laga, Leiter des E-Centers in der WKÖ. "Die Studie zeigt die Unsicherheit vieler Unternehmer bei sozialen Medien. Sie fragen sich, wie Erfolg in sozialen Medien überhaupt erkennbar ist. Das liegt daran, dass sich viele ohne konkrete Strategie ins Abenteuer stürzen", so Laga.

Wie man Social Media erfolgversprechend für sich einsetzt, sei eine strategische Entscheidung, die für jedes Unternehmen individuell getroffen werden muss. WKÖ-Generalsekretär Herwig Höllinger schlägt eine durchdachte Nutzung vor: "Unternehmer, die in Social Media einsteigen wollen, sollten sich zunächst überlegen, welche Ziele sie mit der Nutzung sozialer Netzwerke verfolgen und erst danach ihre Mitarbeiter schrittweise in diese Aktivitäten einbeziehen." Wichtig seien auch klare Rahmenbedingungen für die Nutzung in Unternehmen:"Die Entwicklung von eigenen Social Media-Guidelines für das Unternehmen ist ein wichtiger Schritt dazu", so Höllinger. Dazu hat das E-Center den Ratgeber "Sozial Media-Guidelines für KMU" überarbeitet und neu aufgelegt. Er enthält einerseits Tipps für Unternehmer zum Finden der passenden Social Media-Strategie und andererseits Anregungen, wie sich Unternehmer und Mitarbeiter geschäftlich korrekt in Social Media bewegen, zugleich aber Image, Marken, Produkte und Dienstleistungen geschützt werden können.

Auch beim E-Day am 3. März 2011 sind soziale Medien und die Nutzung in Unternehmen ein zentrales Thema.

http://wko.at/ecenter

www.eday.at

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Dunja Koelwel

Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. ..mehr..

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