Herr Ing. Schellerer - welche Schwerpunkte setzt Rittal auf der CeBIT 2011?
Die Schwerpunkt-Themen zur IT-Infrastruktur reichen vom Container Data Center über USV bis zur Rack-Kühlung. Unser Systemgedanke vereint die verschiedensten Lösungen modular unter einem Dach. Dabei passt alles perfekt zusammen - der Anwender bekommt genau den Komponenten-Mix, den er für seine ganz individuelle Applikation benötigt. Zusätzlicher Vorteil: Ändern sich die Anforderungen im Laufe des langen "Lebens" einer IT-Infrastruktur, muss nicht alles getauscht werden - es reicht, die Teile zu ergänzen, bei denen wirklich Bedarf besteht. Das System wächst mit. Dieser Systemgedanke reicht bei Rittal jedoch weit über das Produktangebot hinaus - er erstreckt sich über die verschiedensten Fakultäten und Services.
Weiters zeigen wir unsere Data Center-Lösungen in vier Dimensionen: Das klassische Rechenzentrum mit getrennten Sicherheitsbereichen und optionalem Sicherheitsraum, das Container-Rechenzentrum als Indoor-Lösung, das autarke Outdoor-Rechenzentrum und das Hochleistungsrechenzentrum in Kooperation mit Bechtle.
Überall wird von Energieeinsparungen gesprochen - ein heißes Thema?

„Wir zeigen unsere Data Center-Lösungen in vier Dimensionen.” Ing. Marcus Schellerer, Geschäftsführer von Rittal Österreich (Bild: Martin Stickler)
Die Energiekosten für die Kühlung der Racks werden leider oft übersehen oder einfach ignoriert - frei nach dem Motto "Das ist halt notwendig, da kann man nichts machen". Aber das stimmt nicht. Investitionen in diesem Bereich machen sich schnell bezahlt - ob bei der optimalen Konzeption einer Neuanlage oder der Modernisierung bestehender Rechenzentren und Racks.
Wir präsentieren natürlich unser gesamtes Klimasortiment für die verschiedensten Anwendungsbereiche. Mit dabei ist unter anderem unser Liquid Cooling Package fürs Rack, nun bis 60 kW, und unsere IT Chiller mit integriertem Freikühler. Ebenfalls zu sehen auf der CeBIT: unsere Gangschottungen als Ergänzung zur Reihen- oder Raumkühlung. Erstmals bietet Rittal sowohl Wasser als auch ozonschonendes Kühlmittel als Medium an.
Schon auf der letzten CeBIT sorgte der mobile Rechenzentrumscontainer für Aufsehen?
Die Container-Lösungen sind als absoluter Technologietrend wieder vorne mit dabei - ein Container randvoll mit Servertechnologie wird begleitet von zwei Versorgungscontainern. Im Cooling-Container befindet sich ein komplettes Klimasystem zur direkten freien Kühlung beziehungsweise Heizung und im Power-Container die Energieversorgung mit einer USV. Die Energieerzeugung erfolgt aus erneuerbaren Rohstoffen mit einer Kraft-Wärme-Kopplung (Blockheizkraftwerk). Ihren Einsatz finden solche Container-Rechenzentren beispielsweise als fertige Lösung für mittelständische Unternehmen, aber auch für Projekte, in denen für einen begrenzten Zeitraum Datendienste auf der grünen Wiese benötigt werden.
Dieses Zellenkonzept haben wir auch auf unser Raum-in-Raum-System übertragen, das es auf der Messe als Live Data Center im Echteinsatz zu sehen gibt. Modular können hier unterschiedlichste Spezifikationen hinzugefügt werden - zum Beispiel ein hochverfügbarer Sicherheitsraum, eine Umluftkühlung mit Doppelboden, die typgeprüfte, geschottete Energieverteilung mit Ri4Power oder eine USV mit Batterieschrank. Zum Thema USV präsentieren wir in Hannover in der Power Area die neuesten Entwicklungen, dabei geht es um die wichtige Frage, "Was passiert, wenn der Strom ausfällt?"
Und was passiert, wenn der Strom ausfällt?
Im Optimalfall natürlich nichts. Vom USV-System über Dieselgeneratoren bis zu Energiespeichersystemen oder Netzersatzanlagen sind das die richtigen Lösungen, damit nichts passiert, wenn etwas passiert. Mit Scale Connect haben wir zudem einen Schalter für Energiequellen im Programm, der Rechenzentren vor parallelen "Mehrfacheinspeisungen" aus verschiedenen Quellen schützt.
Welche Highlights können Besucher am Rittal Stand noch erwarten?
Das Angebot für die IT-Sicherheit: Unser Infrastruktur-Überwachungssystem CMC-TC wird auf der CeBIT in der neuen 3. Generation vorgestellt. Für Kunden bedeutet das eine noch bessere Unterstützung von Schnittstellen und Protokollen, eine einfachere Installation durch Konzentration auf weniger Module, die automatische Erkennung von BUS-Positionen, die Stromversorgung über das Netzwerk mittels PoE und eine deutliche Reduktion der Betriebskosten. Das sollte man unbedingt gesehen haben!






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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 