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Wirtschaft

Kolumne

REBOOT 1-2011

Es ist soweit: Apple ist der erfolgreichste IT-Konzern aller Zeiten. Sowohl beim Umsatz als auch beim Börsenwert hat Apple nunmehr den Erzrivalen Microsoft überholt. Ohne Steve Jobs wäre das nicht möglich gewesen.

Man erinnert sich an eine Zeit in den 1980er und 1990er Jahren, als es Apple denkbar schlecht ging. Der Konzern, untrennbar mit der Persönlichkeit des Gründers Steve Jobs verbunden, litt unter dem Ausscheiden der charismatischen Führungspersönlichkeit. Jobs versuchte sich zu jener Zeit mit dem Computerunternehmen NeXT, nachdem er 1985 nach einem internen Machtkampf gehen musste. Apples Geschäftsführer danach, Michael Spindler und Gil Amelio, die man als farb- und einfallslose Manager in Erinnerung behalten wird, führten Apple beinahe in den Ruin. 1997 musste Apple eine Milliarde Dollar abschreiben.

Jobs kehrte in diesem Jahr zurück und riss das Ruder herum. Er führte das Betriebssystem Mac OS X ein, brachte den iMac auf den Markt und kreierte eine ganze Reihe von Digital Lifestyle-Produkten. Plötzlich stand der Konzern wieder blendend da.

Und viel Zeit ist vergangen, als sich Apple zähneknirschend eine Beteiligung von Microsoft gefallen lassen musste.

Heute ist Apple der zweitwertvollste US-Konzern hinter ExxonMobil und der wertvollste IT-Konzern, am aktuellen Börsenwert gemessen.

Umso überraschter wurde es aufgenommen, dass Jobs nun schon seine zweite krankheitsbedingte Auszeit von Apple nehmen muss, und viele Fans machen sich Sorgen, ob er wieder zurückkehren wird.

Vielleicht sollte man dem Visionär aber auch etwas Ruhe gönnen. Das geniale Marketing von Apple Digital Lifestyle-Produkten ist zu einem großen Teil ja nicht nur der Verdienst von Jobs alleine, sondern der des gegenwärtigen Apple-Führungsteams, vor allem auch von Tim Cook, der nun die operative Geschäftsführung übernimmt.

Wie sehr aber Apple-Kunden und Investoren das Unternehmen mit Steve Jobs verbinden, zeigte sich, als der Aktienkurs nach der Meldung von Jobs neuer Krankheitspause einbrach. Binnen kurzer Zeit rauschte der Aktienkurs von Apple in Deutschland um 8 % in die Tiefe, was einem Börsenwert von 25 Mrd. Dollar entsprach.

Jobs wird sich voraussichtlich einige Monate einer erneuten Behandlung seiner Hormonerkrankung unterziehen. Nun hat Tim Cook die Gelegenheit zu zeigen, dass er der starke Mann hinter Jobs ist. Apple-Fans werden das genau beobachten.

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REBOOT - Kommentar von Conrad Gruber

Kommentar von Conrad Gruber - Die Monatsrückschau auf den österreichischen IT-Markt.

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Dr. Christine Wahlmüller

Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. ..mehr..

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