17-2-2011 | Aus MONITOR 1/2011 Gedruckt am 26-10-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/13544
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Mobile Business

"Smarte", mobile, schöne, neue Business-Welt

Kein Zweifel, die Business-Welt wird mehr und mehr mobil. Die verbesserte mobile Datenübertragung und die Entwicklung von Multitasking-Endgeräten, kurz Smartphones, haben diese Entwicklung beschleunigt. Der Trend hält auch 2011 ungebremst an.

Christine Wahlmüller

Smartphones im Kommen - „3 Superphone” Sujet-Kampagne (Bild: „Drei”)

Die Handy-Verliebtheit der ÖsterreicherInnen ist ungebrochen, sowohl im Privat- als auch im Business-Bereich. Das zeigen auch die jüngsten Marktzahlen des Telekom Monitor, herausgegeben von der Regulierungsbehörde RTR. Im zweiten Quartal 2010 gab es in Österreich erstmals mehr als 12 Mio. SIM-Karten, rund 7 Mio. davon entfallen auf 2G-SIM-Karten.

"3G-SIM-Karten überschritten die 5-Millionen-Marke", gab RTR-Geschäftsführer Georg Serentschy bekannt, und weiter: "Die Marktdurchdringung mit Handys ist vom ersten auf das zweite Quartal 2010 um 5 % auf 145 % gestiegen". Und diese Rate wird noch weiter steigen, prognostizierte TA-Generaldirektor Hannes Ametsreiter Ende Jänner auf einer Podiumsdiskussion, organisiert vom Forum Mobilkommunikation (FMK): "Die Durchdringung wird in einigen Jahren 300 bis 400 % betragen, auch Autos und Haushaltsgeräte werden in Zukunft eine SIM-Karte haben. Das bedeutet, dass auf jede Person in Österreich etwa drei bis vier SIM-Karten kommen."

Datentransfer steigt, aber weniger Umsatz

„Wir rechnen im Businessbereich mit einer starken Nachfrage nach Unified Communications und Cloud- Computing-Lösungen.” Hannes Ametsreiter, Generaldirektor von A1 Telekom Austria (Foto: Wahlmüller)

Ein weiterer Trend ist der ungebrochene Datenanstieg, Ametsreiter sprach von einer ungebrochenen exponentiellen Steigerung: "Wir haben nach wie vor jährlich eine Verdopplung der Daten, die Herausforderung liegt daher in der Schaffung einer leistungsfähigen Netzwerkstruktur." Der TA-Chef hatte auch Fakten parat. "Beim Notebook mit Datenstick fallen in etwa 1 bis 2 GB pro Monat an, bei ADSL-Usern sind es schon rund 8 GB, bei Fiber dann 80 GB pro Monat." Die Telekom Austria baut auf konvergente Netze und federt den enormen mobilen Datenverkehr via Festnetz ab. Auch die anderen Mobilfunkanbieter müssen investieren, um ihre Netze weiter aufzurüsten.

Demgegenüber steht ein nach wie vor mörderischer Preiskampf. Trotz steigender Verkaufs- und SIM-Karten-Zahlen sinkt daher der Umsatz der Mobilfunker nach wie vor. Der Gesamtumsatz der österreichischen Anbieter betrug im zweiten Quartal 2010 laut RTR Telekom Monitor 783,3 Mio. Euro, im Vergleich zum Vorquartal bedeutet das einen Rückgang um 1,1 %. Innerhalb eines Jahres sind die Umsätze um 4,4 % gesunken. (2. Qu.2009: 820 Mio. Euro). Und das, obwohl die Zahl der mobilen Breitband-Anschlüsse weiter ansteigt, wenn auch das Wachstum etwas abgeschwächt ist. Die Zuwachsrate hat sich im Vergleich zum Jahr 2009 in etwa halbiert. Insgesamt gab es Mitte 2010 1,44 Mio. mobile Breitband-Anschlüsse. Grund für die sinkenden Umsätze sind der Preisverfall sowie die gesenkten Roaming-Kosten. Trotzdem beeilten sich alle vier heimischen Anbieter bei besagter FMK-Diskussion zu betonen: Wir machen uns 2011 keine Sorgen. Denn die Nachfrage nach Smartphones boomt weiterhin und bei der Nutzung eröffnen sich noch viele ungeahnte Möglichkeiten. Die Hoffnung der Mobilfunkanbieter liegt daher im Angebot von zahlreichen Services, "Apps" und Lösungen, die die Nutzung der diversen mobilen Endgeräte beflügeln.

Laptop beliebt, Smartphone im Kommen

Dass hier noch ein großer Aufholbedarf besteht, zeigt ein Blick auf den aktuellen Austrian Internet Monitor Business. (Oktober 2010, erhoben von Integral Marktforschung, Befragt wurden 752 Unternehmen.) Nur 34 % der Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter E-Mails via Mobilnetz verschicken, nur 26 % surfen im Web unter Beanspruchung eines Mobilnetzes und nur 18 % greifen "mobil" auf Dateien oder Applikationen im Unternehmensnetzwerk zu. Vor allem der Laptop wird für die Mobilität gern genutzt, die allseits propagierten Smartphones rangieren noch abgeschlagen.

Daher "fokussiert der Wettbewerb auf die mobile Datennutzung. Der wesentliche Treiber ist die mobile E-Mail-Nutzung, welche primär über Note- und Netbooks erfolgt, jedoch einen Trend zu Smartphones erwarten lässt. Die Nutzung der vielseitigen mobilen Begleiter intensiviert sich mit zunehmender Erfahrung der Anwender, zudem erfolgt ein laufender Austausch einfacher Geräte durch aktuelle Allrounder-Modelle in den Unternehmen", beurteilt Integral Marktforscherin Sandra Cerny die aktuelle Situation.

Trotz Krise haben die Unternehmen in punkto Telekommunikation im vergangenen Jahr kräftig investiert. Erstmals haben laut AIM Business mehr als 90 % aller Unternehmen einen Internetzugang und mit 57 % deutlich mehr als die Hälfte eine eigene Website plus eigene Domain, das ist ein deutliches Plus von 4 %. Insbesondere mittelgroße Unternehmen haben hier stark aufgeholt oder ihre längst fälligen Hausaufgaben gemacht.

Wunsch nach "einer" Kommunikationslösung

„Sechs von zehn verkauften Handys sind bereits Smartphones, das ist mehr als doppelt so viel wie im Branchenschnitt.” T-Mobile CEO Robert Chvátal (Foto: T-Mobile)

Immer mehr Unternehmen wünschen sich eine einheitliche Kommunikationslösung, der große Trend der nächsten Jahre ist daher "Unified Communications" (UC). Die große Herausforderung dabei liegt in der Integration von verschiedensten Kommunikationsmedien in eine einheitliche Anwendungsumgebung. Denn das Paradoxe der raschen Entwicklung der vergangenen Jahre ist, dass sich die Erreichbarkeit der Mitarbeiter trotz erweiterter Kommunikationsmöglichkeiten verschlechtert hat, während die Komplexität gestiegen ist. Daher kann seriöserweise UC auch nicht von einem Anbieter allein bewältigt werden, sondern es handelt sich meist um ein Zusammenwirken mehrerer Partner, etwa dem bzw. den Dienstebetreiber/n, dem Telefonanlagen-Hersteller, dem IT-Consulter sowie den SW-Anbietern.

"Wir rechnen im Businessbereich mit einer starken Nachfrage nach Unified Communications und Cloud Computing Lösungen", bestätigt TA-Chef Hannes Ametsreiter den Trend. Wichtige Grundlage dafür ist ein leistungsfähiges Netz. Laut Ametsreiter investiert die TA derzeit (2009 bis 2013) 1,5 Mrd. Euro in den Ausbau von Mobil- und Festnetz. Zu den UC-Kunden der TA zählt etwa das Tiroler Kristall-Unternehmen Swarovski oder der renommierte steirische Spezialist für Antriebssysteme AVL List. Seit vergangenen September nutzt AVL List ein gemanagtes und gehostetes UC-Service der Telekom Austria für derzeit 400 berechtigte User weltweit, ob in Europa, Amerika, Asien oder Australien. Als Plattform für das System wurde ein Microsoft Office Communications Server 2007 RS ausgewählt.

Die neue Lösung ermöglicht allen Teilnehmern jetzt Telefonie, Conferencing und Collaboration über ein System mit zentralem Zugriff. Auch der Kärntner Software-Hersteller Uniquare, Spezialist für Banken-Software-Lösungen (170 Mitarbeiter, Exportquote: 95 %), wünschte sich eine einheitliche Kommunikationslösung, wobei vor allem die bestehende Videokonferenz-Anlage (Polycom) sowie Sametime von Lotus Notes (Instant Messaging und Konferenz-Software) integriert sein sollten. Als Basis der neuen UC-Lösung wurde hier ein Cisco Call Manager gewählt. Uniquare nutzt jetzt Voice over IP, mit Kunden und Mitarbeitern können jederzeit weltweit Videocalls abgewickelt werden, der weltweite Einstieg erfolgt dabei über den Cisco IP Communicator. Bei unternehmensinternen Calls fallen zudem keine Kosten an (A1 Network Corporate Zero). So sind auch tägliche Videokonferenzen mit Mitarbeitern, Kunden oder Partnern weltweit mittlerweile Alltag, etwa mit der Ukraine.

 

IP-Anlage plus Mobiltelefonie

Aber auch die Konkurrenz schläft nicht. T-Mobile setzt ebenfalls auf umfassende Kommunikationslösungen. Ein Vorzeige-Kunde ist dabei der oö. Batterienhersteller Banner. Für die Datenkommunikation verwendet Banner seit vielen Jahren ein MPLS-Netzwerk von T-Systems. Auf Basis dieses Netzwerks wurde 2008 die IP-Telefonie eingeführt, damit wurden das Festnetz und die alte DECT-Anlage abgelöst. "Wir waren meines Wissens die ersten, zumindest in Europa, wo eine IP-Anlage (von Siemens) inklusive integrierter Mobiltelefonie realisiert wurde", freute sich Christian Ott, CIO von Banner Batterien.

Rückblickend erzählt Ott schmunzelnd über Startschwierigkeiten: "In der ersten Woche habe ich wirklich schlecht geschlafen, weil die Sprachqualität der IP-Telefonie war am Anfang schlimm". Heute bringt die einheitliche Kommunikationslösung nur Vorteile. Allein die Kosteneinsparungen lassen sich sehen. "Statt 5.000 Euro vor der Umstellung zahlen wir jetzt 700 Euro monatlich an Kommunikationskosten", berichtet Ott. Außerdem entfallen die bislang recht hohen Supportkosten für die alte Telefonanlage, statt dessen gibt es jetzt bei T-Mobile ein Hardware-Pool. Kommt ein neuer Mitarbeiter, wird ein neues Mobiltelefon angefordert und selbst rasch aktiviert.

"Bis zum mittleren Management ist jede/r mit einem BlackBerry ausgestattet, wir haben Lotus Notes als Mailing System im Einsatz, künftig ist auch daran gedacht, weitere Applikationen am BlackBerry zu nutzen". Derzeit nutzen 700 Mitarbeiter an 30 Standorten weltweit die IP-Anlage. Wichtig ist es, für die Realisierung einer derart komplexen Lösung gute Partner zu haben, "wir hatten mit T-Systems, Siemens und T-Mobile ein gutes Team", zieht Ott zufrieden Bilanz.

Die "Wir sind Smartphone"-Strategie von T-Mobile CEO Robert Chvátal scheint aufzugehen und wird weiter forciert. "Sechs von zehn verkauften Handys sind bereits Smartphones, das ist mehr als doppelt so viel wie im Branchenschnitt. Insgesamt sind erst 25 % der in Österreich verkauften Handys Smartphones", betont Chvátal, der sich ein Ende des Preiskampfs wünscht: "Man kann nicht mehr allein über den Preis punkten, sondern eher und insbesondere über innovative Produkte und Services. Neben den Smartphones gewinnen die Pads an Bedeutung. Damit wird der mobile Datenverkehr weiter zunehmen. Deshalb ist der Ausbau von HSPA+ und 4G so wichtig", erläutert Chvátal.

Anzahl der Verträge über mobile Breitbandanschlüsse über UMTS/HDSPA, bei denen mindestens 250 MB im monatlichen Entgelt inkludiert sind sowie Wertkarten, über die im entsprechenden Quartal zumindest 750 MB heruntergeladen worden sind (Grafik: RTR Telekom Monitor)

Mobiles CRM: Kundenbeziehungen verbessern

Der Smartphone-Verkauf boomt derzeit bei allen Anbietern, damit dürften auch Chvátals Aussagen bald von der Realität überholt werden. Abgesehen von iPhone und BlackBerry bieten Hersteller wie Samsung, HTC, LG oder Sony Ericsson durchaus herzeigbare, funktionale Modelle. Vor einer Kaufentscheidung sollte daher auf alle Fälle ein umfassender Produkttest stehen, der neben Usability auch den geplanten Einsatz (Welche Applikationen, welche Prozesse sollen mobil werden?) berücksichtigen sollte. Möglicherweise ist aber für bestimmte mobile Tätigkeiten der Laptop die bessere (mobile) Endgerät-Alternative.

Mobile-CRM-Lösung bei KUHN Ladetechnik: Der Service-Techniker hat praktischen Zugriff auf die Gerätehistorie vor Ort und kann prompt Ersatzteile bestellen. Die Serviceberichte werden via Laptop und Mobilfunknetz sofort nach der Reparatur an die Zentrale übermittelt, somit kann die Rechnungslegung noch am gleichen Tag erfolgen. (Foto: A1 Telekom)

Bei Kuhn Ladetechnik, Marktführer im heimischen Kran- und Staplerhandel, wurde nach einer mobilen CRM-Lösung gesucht. Bei der Auswahl wurde auf folgende Kriterien geachtet: Welche Lösung ist am besten auf die Unternehmensprozesse anpassbar und am schnellsten zu realisieren und wie sieht es mit der Usability aus. Die Wahl fiel auf die mobile CRM-Lösung des A1 Solution Partner update, mobiles Breitband liefert die A1Telekom. Mit dem "A1 Dataguard" wird ein sicherer Datentransfer ermöglicht. Die zwei Bereiche Vertrieb und mobiler Kundendienst bei Kuhn Ladetechnik wurden mit Laptops ausgestattet und arbeiten jetzt seit knapp zwei Jahren mit der neuen CRM-Lösung, das sind rund 50 Mitarbeiter in Österreich und noch einmal 50 in Deutschland und der Schweiz. So können Vertriebsmitarbeiter direkt beim Kunden vor Ort jetzt mittels integriertem Konfigurator sehr rasch Angebote erstellen.

"Früher war das eine lange Prozesskette, da wurde ein Besuchsbericht zuerst beim Innendienst abgegeben", erinnert sich Franz Xaver Schausberger, CIO der Kuhn Gruppe. Beim Kundendienst hat allein die zentrale Disposition und Koordination schon einiges an Einsparungen mit sich gebracht: Verkürzte Wartezeiten, weniger Leerwege und optimierte Einsatzkoordination gehören genauso zu den Vorteilen wie der praktische Zugriff auf die Gerätehistorie vor Ort sowie die prompte Ersatzteilbestellung. Und noch einen unschätzbaren Vorteil hat die neue Lösung: Die Techniker übermitteln die Serviceberichte via Laptop und Mobilfunknetz sofort nach der Reparatur, "somit kann die Rechnungslegung noch am gleichen Tag erfolgen", freut sich Schausberger.

Die Errichtung der neuen, zentralen Landesleitstelle des Roten Kreuz in Graz haben die Steirer genutzt: Mit der Eröffnung vor knapp drei Jahren wurde eine moderne, mobile Einsatzleitstelle mit dem A1 Partner Fieldworx realisiert. Damit ist heute die Kommunikation zwischen der zentralen Leitstelle und rund 220 Fahrzeugen via A1 Netz (GPRS und UMTS) möglich. 80 Fahrzeuge werden noch vom alten System aus koordiniert, die Umstellung auf das neue System läuft sukzessive. Rund 500.000 Einsätze pro Jahr werden insgesamt jetzt zentral koordiniert.

Das Einsatzleitsystem wird laufend weiter adaptiert, praktisch ist etwa die automatische Übernahme von Einsatzkoordinaten in das Navigationssystem des Rettungswagens. "Wir sind im Moment gerade dabei, das Auslesen der e-card direkt in den Rettungswägen zu implementieren", berichtet Bernd Messerschmidt, Leiter der Grazer Leitstelle. Ein Großprojekt wird auch noch die gemeinsame Nutzung bzw. Kombination des eigenen GPRS-/UMTS-Netzes mit dem neuen TETRA-Netz (Hochsicherheitsnetz für Blaulichtorganisationen), das bereits 2012 "on air" gehen soll.

Verbessertes Business-Service

Auch der Direkt-Verkauf lässt sich "mobilisieren". Die Schrack Technik (650 Mitarbeiter) hat eine neue Applikation entwickelt, über die Händler via iPhone Ware ordern können. Auf diese Weise sind technische Artikelinformationen jederzeit verfügbar, auch Preise und Produktverfügbarkeit können jederzeit geprüft werden. Die Applikation läuft seit vergangenem Sommer auf rund 200 iPhones über das Netz von Orange.

Ebenfalls seit Sommer 2010 sind Orange SIM-Karten Teil eines Diebstahlschutzes für Motorräder. Das BGS-Bike Guarding System ist ein innovatives Ortungs- und Sicherheitssystem. Der Motorradbesitzer kann jederzeit über die Ortungssoftware die Position des Motorrades in Echtzeit verfolgen. http://bikeguardingsystem.com

Orange bemüht sich derzeit auch, im Business-Sektor endlich aufzuholen. "Wir wollen unsere Position als Businessanbieter für Klein- und Mittelbetriebe (KMU) 2011 weiter ausbauen", hat Vertriebsleiter Andreas Lenz ein klares Ziel. Seit drei Monaten sind in rund 50 Orange Shops eigens geschulte Mitarbeiter für die KMU-Beratung im Einsatz. Neben Start- und Datenservices können Unternehmer in diesen Shops Services wie VPN anmelden und verwalten, Split Bill (getrennte Rechnung, etwa privat/geschäftlich) einrichten, eine Rufnummernrange reservieren und sich für Machine2Machine-Lösungen anmelden.

Der kleinste der heimischen Mobilfunkanbieter, "Drei", ist vor allem für Einpersonenfirmen und Kleinunternehmen interessant. Bei den "3Superphone"-Tarifen (ab 20 Euro monatlich) gibt es ein Smartphone kostenlos dazu. Achtung: Die Internetnutzung ist laut Angebot unbegrenzt inkludiert, ab fünf GB wird allerdings die Übertragungs-Geschwindigkeit bei den Angeboten 3Superphone 2.000 und 4.000 reduziert. Drei-CEO Jan Trionow sieht einen großen Trend zu Machine2Machine-Lösungen. M2M steht für automatisierten Informationsaustausch zwischen diversen Geräten, wie Maschinen und Computern mit einem zentralen Server. M2M ermöglicht etwa automatisch gesteuerte Updates und Wartungsarbeiten, die Personalkosten können somit eingespart werden. "M2M-Anwendungen werden noch viel stärker im Business-Umfeld Fuß fassen und das Arbeiten noch flexibler und effizienter gestalten", glaubt Trionow.

 

LTE kommt frühestens 2012

Warten heißt es dafür noch auf LTE (Long Term Evolution), die Nachfolge-Technologie von UMTS.

"Eine Markteinführung von LTE-Sprachtelefonie und das Angebot entsprechender Geräte ist 2011 nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich", gesteht TA-Generaldirektor Hannes Ametsreiter. Derzeit existieren bestenfalls Prototypen von Endgeräten. Bis 2013 ist von der Behörde vorgeschrieben, dass 25 % der Bevölkerung mit LTE versorgt sein muss. Die TA hat Ende 2010 mit dem LTE-Netz-Ausbau im urbanen Bereich begonnen, die notwendigen Frequenzen (der digitalen Dividende) für den Ausbau im ländlichen Bereich werden nach jüngsten Informationen allerdings erst Anfang 2012 vergeben.

Die Datennutzung (mittels 4G-Datenstick) ist dafür schon jetzt in den wenigen, versorgten Gebieten möglich. So hat T-Mobile bereits Ende 2010 Innsbruck und einige Wiener Bezirke "LTE-tauglich" gemacht. "2011 wird noch von den neuen Datensticks (für 3G und 4G) dominiert werden, 4G-fähige Smartphone werden die Ausnahme sein", glaubt auch T-Mobile CEO Robert Chvátal. Die kleineren Anbieter "magazinieren" derzeit lieber mittels HSPA+ Technologie auf. Während Orange Ende 2010 sein Netz auf 21 Mbit/s aufrüstete, ist "Drei" soeben dabei, auf 42 Mbit/s auszubauen.


 

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