Das Unternehmen wurde 2002 vom Check Point-Mitbegründer Shlomo Kramer aus der Taufe gehoben. Kramer ging es darum, speziell die als Daten verfügbaren Unternehmensinformationen zu schützen. "Das Ergebnis ist ein Produktportfolio, das ein umfassendes Security Monitoring für Datenbanken, Anwendungen und File-Systeme ermöglicht", so Rob Rachwald.
Wie das funktioniert, lässt sich gut an der unlängst präsentierten Imperva SecureSphere Suite zeigen, die Sicherheits-Lösungen für Dateien, Datenbanken und Web-Applikationen vereinigt, um den gesamten Security Lifecycle abzudecken. Rachwald: "Die Integration der SecureSphere-Module schafft Transparenz über alle Web-to-Database-Aktivitäten durch die Kombination von Web Application Firewall (WAF) und Database Activity Monitoring (DAM)."
Damit soll eine vollständige Aktivitätsüberwachung ermöglicht werden - von der Datenbank bis hin zum einzelnen Nutzer einer Anwendung. "Auf diese Weise schützen wir die Daten, die für ein Unternehmen wichtig sind", so Dietmar Kenzle.
Kritische Aktivitäten aufspüren

Verspricht vollständige Aktivitätsüberwachung: Rob Rachwald, Director of Security Strategy, Imperva (Bild: Imperva)
Im Zentrum von Impervas SecureSphere-Lösungen steht die SecureSphere-Plattform. Sie enthält einen zentralisierten Management- und Reportingrahmen, physische und virtuelle Applikations-Lieferoptionen, Software-Agenten für Datenbanksysteme mit dem Ziel der Überwachung von direkten Aktivitäten des Datenbank Administrators. "Das schafft den Überblick über die Datennutzung, existente Schwachstellen und alle Zugangsrechte. Mit einer WAF werden unerlaubte Zugangsanfragen geblockt", erläutert Rachwald.
SecureSphere protokolliert Zugriffe auf sensible Daten durch privilegierte Anwender und Anwendungen und meldet oder blockiert Datenbankangriffe und abnormale Anfragen in Echtzeit. Es entdeckt Schwachstellen in Datenbanksoftware und versieht diese mit virtuellen Patches - wodurch das kritische Zeitfenster der Verwundbarkeit reduziert wird. Übermäßige oder nicht genutzte Benutzerrechte bezüglich sensibler Daten werden festgestellt, modernen Analysemethoden beschleunigen die Reaktionsmöglichkeiten bei kritischen Vorfällen.
WAF-Markt wächst
Der WAF-Markt wächst. Der aktuelle Report "Global Web Application Firewall Market 2009-2013" von TechNavio Insights prognostiziert einen Anstieg des europäischen WAF-Markts von 44,9 Mio. US-Dollar im Jahr 2009 auf 107,5 Mio. US-Dollar im Jahr 2013. Auch der aktuelle Report des Analystenhauses Forrester "Web Application Firewall: 2010 and beyond" vom Februar 2010 unterstreicht die Bedeutung der WAF. "Dort wird Imperva als der führende unabhängige WAF(Web Application Firewall)-Anbieter aufgeführt", freut sich Kenzle.
Europa ist bereits ein wichtiges Standbein für Imperva, man erwirtschaftet in dieser Region etwa 30 bis 40 % des Gesamtumsatzes. Das Unternehmen setzt in der DACH-Region vollständig auf indirekten Vertrieb, die Distribution in Österreich erfolgt über Tripple Access. Der österreichische Markt ist laut Kenzle noch ausbaufähig, erst vor Kurzem wurde eine neue Mitarbeiterin für die Channelbetreuung eingestellt.
Trends
Aktuell sieht Rachwald trotz der noch existierenden, deutlichen Unterschiede den Trend zu einer Vereinheitlichung von Security-Standards. Zwar müsse man in den USA und in Europa derzeit noch von unterschiedlichen Bedrohungsszenarien und rechtlichen Rahmenbedingungen ausgehen, aber es gäbe schon Zeichen der Annäherung.
Mit der zunehmenden Ausrichtung der IT-Branche auf Cloud-Computing, Virtualisierung und Outsourcing ist eine weitere Anforderung, die Abdeckung einer Vielzahl an Implementierungsmodellen, zu einem wichtigen Kriterium geworden. "Um dieser Anforderung gerecht zu werden, bietet Imperva nicht nur die traditionellen Unternehmensprodukte, sondern zudem skalierte Lösungen für Serviceprovider und Cloud-Infrastrukturservices sowie Produkt- und Serviceoptionen, passend für mittelständische und kleine Unternehmen an", ergänzt Kenzle.




1/2012
8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 