Die neue Version besitzt einen „Tracking-Schutz“, der Internetnutzern mehr Kontrolle über die von ihnen geteilten Informationen geben soll. Viele moderne Websites speichern die Daten, welche die Nutzer über ihren Browser abrufen. Darüber hinaus laufen im Hintergrund häufig Dienste von Drittanbietern, die ebenfalls auf persönliche Daten der Nutzer zugreifen. Mit Hilfe von „Tracking-Schutz“ kann dies unterbunden werden.
Aktiviert der Nutzer den „Tracking-Schutz“, werden so genannte Tracking-Schutz Listen wirksam, die vom Nutzer im Internet Explorer hinzugefügt und gefüllt werden. Die Listen enthalten Websites, deren Zugriffe gesperrt werden. Derart gesperrte Internetadressen werden nur aufgerufen, wenn der Nutzer sie durch direkte Eingabe abruft. Tracking-Schutz Listen können von jedermann über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Nutzer können mehrere dieser Listen in den Internet Explorer einbinden. Vorinstallierte Listen sind nicht in den Browser integriert. „Tracking-Schutz“ bleibt aktiviert, bis der Nutzer es wieder ausschaltet. Diese neue Funktion ersetzt InPrivate-Filterung und ergänzt damit die vorhandenen Privatsphäre-Einstellungen, die bereits seit dem Internet Explorer 8 vorhanden sind.
Die Darstellung von Grafiken, Videos und Texten wird im Release Candidate des IE9 nicht mehr nur vom Prozessor umgesetzt, sondern auch von der Grafikkarte beschleunigt. Durch die Unterstützung neuer Webstandards wie HTML5 können Videos und Audio-Clips wie ein Bild in Webseiten integriert werden, ohne dass der Nutzer ein zusätzliches Plug-in benötigt. Die Performance der Javascript Engine „Chakra“ ist laut Microsoft im Vergleich zur Beta deutlich verbessert.
Die übersichtliche Benutzeroberfläche des Internet Explorer 9 und ein vergrößerter Anzeigebereich stellen die Inhalte in den Mittelpunkt. In der Grundeinstellung finden sich im Browserfenster nur noch die Elemente, die für den Anwender von Bedeutung sind und die am häufigsten genutzt werden. So wurde der Zurück-Button größer und auffälliger gestaltet, die Adressleiste und das Suchfeld in einer neuen Eingabeleiste kombiniert und die verschiedenen Menüs aus den Vorgängerversionen in einem einzigen Menü zusammengefasst.
Um mehrere Internetseiten gleichzeitig darzustellen, kann der Nutzer nun auch einzelne Websites aus dem Browser herausziehen und sie mit Windows Aero Snap auf dem Bildschirm positionieren. Damit kann man unterschiedliche Websites vergleichen, gleichzeitig ein Video ansehen und dabei E-Mails lesen oder einen Stadtplan und die entsprechende Reiseroute nebeneinander legen.
Mit der „Anheften an Taskleiste“ Funktion lassen sich Websites aus dem Browser heraus auf die Taskleiste in Windows 7 transferieren und später ohne vorheriges Starten des Browsers öffnen. Das ermöglicht schnellen und direkten Zugriff, beispielsweise auf die Webmail Inbox oder häufig besuchte Webseiten.
http://windows.microsoft.com/de-DE/internet-explorer/download/ie-9/worldwide


1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 