Ein Highlight im jährlichen Threat-Report ist die „Social Security“-Umfrage, die insbesondere einen Anstieg von Bedrohungen in sozialen Netzwerken offenlegt. Für die Studie wurden 1.273 Internetnutzer befragt.
Mit dem Boom von sozialen Netzwerken sind auch deren große Communitys in den Fokus von Spammern und Cyberkriminellen gerückt. Facebook als das mit rund 500 Mio. Nutzern größte soziale Netzwerk erlitt besonders viele Angriffe. Aber auch auf anderen Plattformen haben während des vergangenen Jahres die Anzahl und der Einfallsreichtum von Malware- und Phishing-Attacken wie auch von Spam massiv zugenommen.
Das bestätigen auch die Mitglieder solcher Plattformen, wie Sophos in seiner „Social Security“-Umfrage zur Bedrohung in sozialen Netzwerken festgestellt hat:
- Demnach erhielten 40 % der Befragten Malware, wie zum Beispiel Würmer, über Web 2.0-Plattformen – ein Anstieg von 90 % gegenüber 2009.
- Spam wurde an zwei Drittel (67 %) der Befragten verschickt, mehr als doppelt so viel wie noch vor zwei Jahren.
- 43 % haben Phishing-Nachrichten erhalten – eine Verdoppelung gegenüber 2009.
Trotz dieser Gefahren gab die Hälfte der Befragten an, während der Arbeit unbeschränkten Zugriff auf die einzelnen sozialen Netzwerke zu haben. Paradoxerweise glauben aber 59 %, dass Mitarbeiter mit ihrem Verhalten das Unternehmensnetzwerk gefährden können und 57 % sind besorgt, dass Kollegen auf solchen Seiten zu viele Informationen teilen.
„Verbote von sozialen Netzwerken während der Arbeit werden seltener, da immer mehr Unternehmen den Wert solcher Seiten für ihre Darstellung in der Öffentlichkeit und für Social Media Marketing-Kampagnen erkannt haben“, sagt Sascha Pfeiffer, Principal Security Consultant bei Sophos. „Wenn die Konkurrenz bei Facebook ist, aber man selber nicht, ist das ein Nachteil. Firmen müssen sich jedoch immer der Risiken bewusst sein und ihre Angestellten schützen, wenn diese online sind.“
Der vollständige Threat-Report steht auf www.sophos.com/threatreport2011 zum kostenlosen Download bereit.


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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 