22-12-2010 Gedruckt am 21-12-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/13439

Umfrage

Passwort ist das schwächste Glied in der Online-Security

Mehr als Dreiviertel aller Verbraucher betreiben eine riskante Passwort-Praxis, selbst Passwörter aus Online-Listen sind keine Seltenheit

Check Point hat die Ergebnisse einer ZoneAlarm-Studie vorgelegt, wonach 79% der befragten Konsumenten riskante Passwortkonstruktionen nutzen, die z. B. aus Informationen zur eigenen Person oder leicht nachvollziehbaren Wörtern bestehen.

Die Untersuchung ergab außerdem, dass 26% der Verbraucher für so wichtige Online-Aktivitäten wie Email, Banking, Shopping oder den Zugang zu Sozialen Netzwerken das gleiche Passwort verwenden. 8% der Befragten räumen sogar ein, ihre Passwörter aus Online-Listen so genannter „guter“ Passwörter heraus zu kopieren und einzusetzen. So ist es kaum verwunderlich, dass bei 29% der Studienteilnehmer das eigene Email-Konto oder Soziale Netzwerk schon einmal Opfer eines Hackerangriffs geworden ist und mehr als die Hälfte der Teilnehmer (53%) jemanden kennt, der bereits ähnliche Probleme hatte.

Beliebtes Angriffsziel: Soziale Netzwerke

Der erste Weg eines Hackers auf fremde Computer und Online-Konten führt über den Versuch, das Passwort seines potentiellen Opfers herauszufinden. Hierfür stehen ihm u. a. automatisierte Programme zur Verfügung, die durch wiederholtes Abfragen möglicher Passwörter aus einer Datenbank mit häufig genutzten Wörtern und anderen Informationen versuchen, das Passwort der Zielperson zu erraten.

Der ZoneAlarm-Studie zufolge sind rund 22% der Befragten schon einmal Opfer von Email-Hacking geworden, und 46% der Auskunft gebenden Personen wissen von anderen, die schon mit ähnlichen Problemen konfrontiert wurden. Bei ebenfalls 22% der Studienteilnehmer war das genutzte Soziale Netzwerk schon einmal erfolgreich Angriffsziel eines Hackers, 32% wissen von Bekannten, dass deren Netzwerke ebenfalls schon mit Erfolg attackiert wurden. Haben die Hacker erst einmal Zugriff zu einem bestimmten Online-Konto erlangt, können sie die entsprechende Zugriffsinformation in rund 30% aller Fälle nutzen, um sich Zugriff auf andere Seiten des Opfers zu verschaffen, die z. B. Finanzdaten wie Kontonummern oder Kreditkarteninformationen enthalten.

Die von CheckPoint beauftragte Studie basiert auf 250 PC User und wurde im Dezember 2010 in den USA durchgeführt.

www.zonealarm.com

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