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Ambient Assisted Living Joint Programms (AAL JP)

Zwischenevaluierung empfiehlt Fortführung des AAL Programms über 2013 hinaus

Die Europäische Kommission hat am 16. Dezember 2010 den Bericht zum Ambient Assisted Living Joint Programms (AAL JP) vorgelegt. Ein hochrangiges Gremium unter der Leitung der ehemaligen Kommissarin Meglena Kuneva konstatiert darin den Erfolg der Artikel 185 Initiative, die von 23 Mitgliedländern getragen wird.

Ziel ist es, die Lebensqualität älterer Menschen durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu erhöhen und ihnen so ein aktives und unabhängiges Leben im Alter zu ermöglichen.

Nach zwei gemeinsamen Ausschreibungen werden bisher über 50 Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit einer Laufzeit von bis zu 3 Jahren gefördert. Diese entwickeln IKT-basierte Lösungen für das Management chronischer Erkrankungen sowie der sozialen Interaktion älterer Menschen, die innerhalb von zwei bis drei Jahren marktreif sind. Durch Innovationen soll hier eine Antwort auf den demografischen Wandel gegeben werden.  

Der Bericht hebt besonders die hohe Beteiligung der KMUs (über 40%) in den Konsortium sowie die hohe finanzielle Beteiligung der Mitgliedsstaaten hervor. Im Rahmen des Programms werden insgesamt 600 Mio € für Forschung und Entwicklung zur Verfügung gestellt.

Auch Österreich als eines der Gründungsmitglieder des AAL Programms, vertreten durch des Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) war in den bisherigen Ausschreibungen sehr erfolgreich: So sind 34 österreichische Partner in über der Hälfte der Projekten vertreten. Zwei Projekte werden sogar von Österreich koordiniert. Im Jahr 2009 fand auch das 1. AAL Forum in der Wiener Hofburg statt. Dieses Jahr war Odense / Dänemark der Veranstaltungsort, an dem auch ein eintägiges AAL Investment Forum abgehalten wurde.

Zur Optimierung des Programms empfiehlt die Kommission eine noch stärkere Einbeziehung der Endanwenderinnen sowie eine Vereinheitlichung der Förderrichtlinien der einzelnen Länder. Zur Überbrückung der Investitionslücke zwischen den Projektergebnissen und der Einführung der Lösungen in den Markt soll die für 2011 angekündigte Pilotpartnerschaft der Innovationsunion dienen. Das AAL Programm stellt somit einen wichtigen Baustein der Digitalen Agenda 2020 dar.

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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