Zum einen war der Markt vom starken Einbruch der Investitionsneigung der Großkunden gekennzeichnet, der sich erst langsam wieder in einen zaghaften Aufschwung entwickelt. Zum anderen geriet die gesamte Dienstleistungsbranche im Bereich Engineering und Informatik in eine schwerwiegende Strukturkrise, die sich im Wesentlichen durch den massiven Rückzug institutioneller Anleger aus der Branche manifestierte. Die Beko Holding war wegen ihrer traditionellen Fremdkapital-Aversität von dieser Entwicklung aber nur indirekt betroffen.
„Im neuen Geschäftsjahr (2010/2011) konzentrieren wir uns auf die ursprünglichen Kernkompetenzen der Beko sowie auf die Vereinfachung der Strukturen. Der Trend geht in Richtung Minderheitsbeteiligungen, um die Klumpenrisiken für die Beko Holding zu vermindern“, sagt Vorstandsvorsitzender Prof. Ing. Peter Kotauczek.
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Der Umsatz fällt gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 15% oder 41,2 Mio Euro auf 230,4 Mio Euro. Der Personalaufwand sinkt um 14% oder 19,5 Mio Euro auf 124,1 Mio Euro. Der Material- und Leistungsaufwand nimmt um 15% oder 13,2 Mio Euro auf 71,9 Mio Euro ab. Die Abschreibungen steigen um 81% oder 8,8 Mio Euro: Planverfehlungen erforderten die Korrektur von Umsatz-, Ergebnis- und Wachstumsplänen der Teilkonzerne und führten zu außerplanmäßigen Firmenwertabschreibungen von 10,2 Mio Euro. Dadurch liegt das operative Ergebnis trotz deutlich besseren EBITDA unter dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fallen um 23% oder 9,6 Mio Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge nehmen um 39% oder 2,5 Mio Euro zu.
Die Ergebnisse betragen: EBITDA +10,4 Mio Euro (Vorjahr +6,8 Mio Euro); Operatives Ergebnis -9,4 Mio Euro (Vorjahr -4,1 Mio Euro); Finanzergebnis -1,4 Mio Euro (Vorjahr -0,6 Mio Euro); Ergebnis vor Steuern -10,8 Mio Euro (Vorjahr -4,7 Mio Euro); Ergebnis nach Steuern -10,1 Mio Euro (Vorjahr -9,7 Mio Euro); Ergebnis für Aktionäre des Mutterunternehmens -11,0 Mio Euro (Vorjahr -9,4 Mio Euro); Ergebnis je Aktie -0,48 Euro (Vorjahr -0,41 Euro).
Das Eigenkapital fällt um 11,9 Mio Euro auf 81,6 Mio Euro (Eigenkapitalquote 49%; Ende September 2009 50%). Die langfristigen Verbindlichkeiten nehmen um 7,6 Mio Euro auf 34,0 Mio Euro ab, die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzieren sich um 3,1 Mio Euro auf 50,0 Mio Euro.


1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 