Laut einer branchenübergreifenden Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint rechnen 65 % der Befragten bis 2015 mit steigenden bis stark steigenden Ausgaben, um ihr Compliance-Management entsprechend anzupassen. Investitionsbedarf besteht vor allem in den Bereichen Marketing, Vertrieb / Kunden, Risikomanagement, Treasury und IT. Für den Großteil der Befragten ist Compliance-Management inzwischen ein fester Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie. Mehr als die Hälfte (59 %) hat bereits eine eigenständige Compliance-Abteilung etabliert.
Nachholbedarf besteht in der IT-basierten Automatisierung des Compliance-Managements. Bei der Überprüfung festgelegter Richtlinien führen 58 % der befragten Unternehmen manuelle Kontrollen ohne systemische Unterstützung durch. 19 % der Befragten stellen Compliance-Richtlinien noch immer in Papierform zur Verfügung, lediglich 27 % haben Vorgaben zentral elektronisch hinterlegt und 54 % kombinieren beide Varianten im Rahmen ihres Compliance-Managements. Immerhin haben bereits zwei Drittel der Unternehmen vor ein bis drei Jahren ein entsprechendes IT-System eingeführt, 30 % planen den Ausbau oder die Implementierung solcher Systeme.
„Das zunehmende Aufkommen an Neu-Regelungen macht es erforderlich, Vorgaben und Prozesse öfter und schneller anzupassen. Das zwingt die Unternehmen, künftig ein noch stärkeres Augenmerk auf das Thema Compliance zu legen und Prozesse effizienter und transparenter zu gestalten“, sagt Dieter Steinhüser, Senior Manager bei BearingPoint und Autor der Studie. „IT-gestützte Automatisierung ist dabei essenziell. Wer Compliance-Management nur als Insellösung und ohne Struktur betreibt, riskiert langfristig Sicherheitsverletzungen, erhebliche Zusatzkosten, Imageschäden und letztendlich auch seine Wettbewerbsfähigkeit“, ergänzt Oliver Engelbrecht, Director bei BearingPoint.
Die vollständige Studie „Agenda 2015: Compliance als stetig wachsende Herausforderung“ ist unter www.bearingpoint.de abrufbar.


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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 