Die Österreicherinnen und Österreicher verbringen umgerechnet rund 41,5 ganze 24-Stunden-Tage im Jahr an ihren Computern. Die Ergebnisse der Studie zeigen auf, dass obwohl der Computer mittlerweile zum Alltag gehört, der Bedarf an Beratung und Service enorm ist.
„44 % geben an, beim Kauf eines Computers kompetente Beratung zu brauchen, die nicht immer gegeben ist“, erläutert Roswitha Hasslinger, Geschäftsführerin des Österreichischen Gallup-Instituts. Immerhin 19 % haben sich schon oft geärgert, dass Verkäufer beim Computerkauf keine ausreichende Hilfestellung geben konnten. 37 % erwarten sich auch nach dem Kauf die Garantie, dass der Verkäufer für Serviceleistungen zur Verfügung steht. Dies ist besonders wichtig, da über 80 % der Anwender nach eigenen Angaben Computerprobleme nicht selbständig lösen können.
Unterschiede zwischen Frauen und Männern
Frauen widmen dem Computer deutlich weniger Zeit als Männer –insbesondere an den Wochenenden. In dieser freien Zeit verbringen die Männer mit 3,05 Stunden fast eine volle Stunde mehr am Computer als die Frauen (2,09 Stunden).
Das spiegelt sich in der Haltung zum Gerät wider: Während Männer und Frauen dem Computer im Arbeitsalltag einen fast identen Stellenwert einräumen, hat der Computer für 29 % der Männer in ihrer Freizeit einen sehr hohen Stellenwert – gegenüber nur 15 % der Frauen, die das von sich behaupten. Es verwundert daher auch nicht, dass Frauen im Schnitt nur 553 Euro für einen neuen Computer ausgeben würden – rund 100 Euro weniger als der durchschnittliche Mann (650 Euro).
User-Typologie
22 % der Befragten wurden in der Typologie in der Gruppe der „IT-Enthusiasten“ zusammengefasst. Die Vertreter dieses Typus sind vorwiegend männlich und häufig im Arbeiter-oder Studentenmilieu anzutreffen. Siehaben sehr fundierte Computerkenntnisse und gelten in ihrem Bekanntenkreis als Meinungsführer in Computerfragen, die auch um Rat gefragt werden.
31 % der Österreicherinnen und Österreicher gehören der Gruppe der „Computerscheuen“ an. Es handelt sich bei ihren Vertretern vorwiegend um Hausfrauen und Pensionisten, eher aus dem ländlichen Raum, die den Computer vorwiegend für E-Mail und die Verwendung einfachster Programme nutzen. Für sie ist der Computer ein notwendiges Übel, ohne welches das Leben einfacher war.
Der Gruppe der „Power-User“ (22 %) gehören vorwiegend Männer zwischen 14 und 30 Jahren an. Für sie hat der Computer vor allem in der Freizeit einen hohen Stellenwert und wird hauptsächlich für Onlinespiele, Musik und Filme verwendet, aber auch um sich in den sozialen Netzwerken zu bewegen.
Für 25 % ist der Computer nur ein Arbeitsgerät und und besitzt einen geringen emotionalen Stellenwert.



1/2012
8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 