21-10-2010 | Aus MONITOR 8/2010 Gedruckt am 27-11-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/13306
Strategien

Xerox

"Wir vernetzen Business"

Der Dokumentenspezialist Xerox hat durch den Kauf der ACS seine Marktposition stark erweitert. MONITOR sprach über die aktuelle Unternehmsentwicklung mit Sandra Kolleth, stellvertretender General Manager Xerox Austria, und Andreas Letto, ACS Vice President Service Transitions Europe.

Dominik Troger

Multitouchtable mit Mario Jarmasz, Forscher im Xerox Research Centre Europe, und Patricia Mader von Xerox. Die Lösung lernt Textdateien, Bilder sowie Kombinationen aus beidem zu kategorisieren und ordnet Dokumente automatisch in Datenstapel. (Bild: Xerox)

Durch den Kauf der ACS im Februar 2010 wurde der Dokumentenspezialist Xerox zu einem der weltweit größten Anbieter von Business Process Outsourcing. ACS (Affiliated Computer Services) erzielte im letzten Geschäftsjahr an die 6,5 Mrd. US-Dollar Umsatz. Das amerikanische Unternehmen wurde Ende der 1980er-Jahre gegründet und startete zuerst im Segment IT-Outsourcing. Durch Börsegang und Akquisitionen wuchs es zu einem der größten Anbieter im Bereich Business Process Outsourcing (BPO).

Prozessunterstützende Dienstleistungen

Das Unternehmen bedient mit seinen prozessunterstützenden Dienstleistungen sowohl den öffentlichen, als auch den privaten Sektor. Das Angebot umfasst Customer Care, Finanz- und Rechnungswesen, Personal-Management, Transaktionsverarbeitung, Öffentliche Verwaltung und Transport sowie IT-Outsourcing. In Europa sei man aber mit rund 15% Umsatzanteil derzeit noch weniger aktiv, so Letto: "Durch die globale Präsenz von Xerox mit starker regionaler Verankerung ergeben sich hier große Wachstumspotentiale."

Zielgruppe der ACS sind Großunternehmen beziehungsweise Unternehmen mit entsprechend hohen Anforderungen zum Beispiel bei der hochvolumigen Transaktionsverarbeitung. Bekannte Kundenreferenzen in Europa sind beispielsweise Motorola, General Motors, Michelin.

Laut Sandra Kolleth vervierfacht sich für Xerox durch den Kauf der ACS das weltweite Marktpotential. "Kunden suchen vermehrt nach Komplettlösungen aus einer Hand, vom Dokumentenmanagement über Geschäftsprozessoptimierung bis hin zu Druckoutsourcing und Back- und Frontoffice-Outsourcing. Durch den Kauf von ACS kann Xerox dieses große Portfolio nun auf höchstem Niveau anbieten", betont Kolleth.

"Grünes Drucken" & MPS

„Ein wesentlicher Schwerpunkt der Xerox-Forschung liegt derzeit in der Verbesserung der Produktivität der Wissensarbeiter am Arbeitsplatz der Zukunft.” Sandra Kolleth, stellvertretende General Manager Xerox Austria

Das starke Engagement von Xerox im Bereich BPO spiegelt die Nachfrage des Marktes wieder. Bezogen auf den Drucker- und Dokumentenbereich ist man hier schon seit vielen Jahren aktiv und bietet den heimischen KMU und Großunternehmen entsprechende Angebote. Managed Print Services (MPS) spielt auch bei der Kostensenkung und der ökologische Ausrichtung des Druckerparks eine wichtige Rolle.

"Mit einem MPS-Ansatz können Unternehmen bis zu 30 % der druckerbezogenen Kosten einsparen, ihre Produktivität steigern, nachhaltiger als bisher wirtschaften und dadurch Umweltziele unterstützen", berichtet Kolleth.

Hinzu kommt, dass Xerox als einer der führenden Anbieter von Managed Print Services alle Elemente der Druck-Infrastruktur einer Organisation einbezieht. Das Spektrum reicht dabei vom vernetzten Büro über das betriebsinterne Druck-Zentrum bis zum virtuell ins Netzwerk integrierten Mitarbeiter. Zudem vereinfacht Xerox das Kostenmanagement von Unternehmen und setzt innovative Methoden ein, um Geschäftsprozesse zu optimieren.

Auf der technologischen Seite sorgte man mit dem im Jahr 2009 präsentierten Festtintendrucker ColorCube, einem A3 Solid-Ink Multifunktionssystem und einem speziellen Preissystem für die Verknüpfung von Umweltrelevanz mit Kostenreduktion. "Die Kunden zahlen hier unterschiedliche Seitenpreise in Abhängigkeit von der Farbdeckung", so Kolleth. Das Produkt wurde inzwischen erfolgreich im Markt platziert und stößt auf großes Interesse.

"Smarter Document Management"

"Ein wesentlicher Schwerpunkt der Xerox Forschung liegt derzeit in der Verbesserung der Produktivität der Wissensarbeiter am Arbeitsplatz der Zukunft", so Kolleth.

Ein aktuelles Beispiel aus der Xerox-Forschung ist das "Smarter Document Management", eine Lösung die den Umgang mit unstrukturierten Informationen automatisiert und die Wissensarbeit deutlich effizienter gestalten soll. Die Entwicklung des Xerox Research Centre Europe in Frankreich macht Dokumente quasi "intelligent" und lässt sich auf einem Touchscreen umsetzen, um das Arbeiten mit Papierdokumenten ergonomisch nachzuvollziehen.

Die Lösung lernt Textdateien, Bilder sowie Kombinationen aus beidem zu kategorisieren und ordnet Dokumente automatisch in Datenstapel. Durch die Texterkennung können Datenquellen, unabhängig von Sprache, Lage, Format oder Art des Dokuments, nach Schlagworten, Phrasen oder Sätzen durchsucht werden. Eine Fremdsprachen- und Handschrifterkennung ermöglicht es, Dokumente in mehr als 45 Sprachen sowie handschriftliche Notizen oder händisch ausgefüllte Formulare in die Geschäftsprozesse zu integrieren.

www.xerox.at

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