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Aus und Weiterbildung

Innovation braucht kluge Köpfe

Es sind die Menschen, die mit ihren Ideen und ihrer Begeisterung Forschungserfolge möglich machen. Mit einem neuen Maßnahmenpaket bündelt das BMVIT seine Initiativen, um den Nachwuchs an Forscherinnen und Forschern zu fördern und bei ihrem Berufsweg zu unterstützen.

Ministerin Doris Bures besuchte generation innovation-Praktikantinnen im Austrian Institute of Technology (AIT). (Bild: BMVIT)

Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen - Klimaschutz, Mobilität, Energie, demografischer Wandel - sind Themenfelder, die nach Innovationen verlangen. Solche Innovationen werden von Menschen, die sich diesen Herausforderungen mit großer Neugierde und Begeisterung stellen, gefunden und umgesetzt.

Die Sicherung des Nachwuchses an österreichischen Naturwissenschaftlern und Technikern ist deshalb für den Wirtschaftstandort Österreich genauso wichtig wie der Ausbildungsgrad in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen. Nur ein hohes Forschungs- und Entwicklungsniveau sichert in einem globalisierten Weltmarkt langfristig die Wettbewerbsvorteile heimischer Unternehmen - und die Umsetzung von Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen generiert neues kreatives Potential.

In den letzten zweieinhalb Jahren haben sich die Strukturen in der österreichischen Forschungslandschaft deutlich verbessert und Österreich konnte sich als Innovationsstandort im internationalen Wettbewerb behaupten. Um diese Vorteile langfristig zu sichern und weiter auszubauen wurde vom BMVIT jetzt ein neues Maßnahmenpaket vorgestellt.

Bündelung der Kräfte

 

Forscherinnen und Forscher fördern, Nachwuchs gewinnen, Menschen vernetzen, unter diesen Vorzeichen steht das neue Humanressourcenpaket des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie.

"Damit Österreich das Ziel erreicht, unter die Top 3 der innovativsten Länder in der EU zu kommen, müssen wir Menschen für die heimische Forschung, Technologie und Innovation gewinnen und sie auch dort halten", erklärte Doris Bures, Ministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, anlässlich der jüngsten Alpbacher Technologiegespräche.

In Alpbach wurde auch ein neues Maßnahmenpaket des BMVIT vorgestellt, das seine bestehenden erfolgreichen Programme brainpower austria, FEMtech, generation innovation, Young Experts und weitere Humanressourcen-Aktivitäten zu einem bedarfsgerechten Förderangebot für die FTI-Community bündelt.

Mit dem neuen Maßnahmenpaket soll die Neugierde an der Forschung geweckt und aufrecht erhalten werden, um am Ende dem Arbeitsmarkt motivierte und interessierte Forscherinnen und Forscher zur Verfügung stellen zu können.

Eine verbesserte Aufgabenteilung zwischen BMVIT und FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) sowie das neue Themen- und Portfoliomanagement des Technologieressorts garantieren eine vereinfachte Verwaltung der zur Verfügung stehenden Instrumente und die Umsetzung der Querschnittsmaterie in allen Förderungsschwerpunkten des BMVIT.

Diese haben das Ziel den Nachwuchs für technische und naturwissenschaftliche Themen zu begeistern, Forscherinnen und Forscher zu fördern sowie in allen Bereichen für Chancengleichheit der Geschlechter zu sorgen. Um die Nachwuchsförderungs-Aktivitäten zu unterstützen, werden außerdem Anreize für Unternehmen geschaffen. Die Unterstützung setzt nun bei allen wichtigen Entscheidungsphasen für beziehungsweise entlang einer Forschungskarriere an: Von der (vor)schulischen Bildung bis hin zur Karriere in Forschungsorganisationen und Unternehmen.

Begeisterung wecken

Jugendliche sollen forschen wollen und können: Das BMVIT fördert Praktikumsplätze für Studierende und für alle Jugendlichen, die noch eine Schule besuchen. Studierende und Nachwuchsforscherinnen und -forscher können im Zuge von geförderten Projektstellen in Forschungsprojekten mitarbeiten.

Weiterhin gibt es jährlich über 1.000 geförderte Praktikumsplätze für Schülerinnen und Schüler. Schützenhilfe bei der Jobsuche bietet die bereits bewährte brainpower-Jobbörse, die jetzt den kompletten Forschungs- und Innovations-Arbeitsmarkt abdeckt und ab sofort allen offen steht.

Förderung bekommt, wer Frauen fördert

Zur Umsetzung gleicher Chancen für Frauen und Männer wird die FFG ab der Beiratssitzung im Oktober 2010 Gender-Aspekte in ihren Bewertungskatalog für Projektanträge aufnehmen. Den Beginn machen die Basisprogramme, sie umfassen rund 1.200 Projekte. Damit soll eine möglichst hohe Reichweite in der Umsetzung gendergerechter Maßnahmen erreicht werden.

Die eingeforderten Gender-Kriterien betreffen den Gegenstand der Projekte und ihre Folgewirkung, die Zusammensetzung der Forschungsteams sowie die Arbeitsbedingungen bei den Antragsstellern. 2011 werden weitere FFG-Bereiche genderrelevante Kriterien im Rahmen der Projektevaluierungen berücksichtigen.

Weitere Informationen findet man unter www.bmvit.gv.at und www.ffg.at

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MONITOR-Autoren
Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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