Im Markt RISC-basierter Rechnerplattformen soll es nach Jahren der Konsolidierung 2011 wieder aufwärts gehen. Für Franz Dornig, Platform Leader IBM Power Systems, hat IBM einen großen Anteil daran.
Laut Dornig hat man im Vergleich zum Mitbewerb technologisch inzwischen die Nase vorne und die neu präsentierten Power7-Systme würden diesen Vorsprung noch ausbauen. Das Ziel sei es, die ständig wachsenden Datenmengen besser zu verwalten und Energie sowie Platz in Rechenzentren zu sparen. Das erfordere eine zunehmende Flexibilität, die auch das Chipdesign berücksichtigen müsse.
"Das neue IBM Power 795 System hat bis zu 256 Rechenkerne und bietet eine bis zu fünffach bessere Energieeffizienz im Vergleich zu Servern des Mitbewerbs", so Dorniger. "Das neue System unterstützt bis zu acht Terabyte Hauptspeicher und bringt über die vierfache Leistung als das schnellste Power 595-System, das Power6-basierte Vorgängermodell, ohne dabei mehr Energie zu verbrauchen."
Ressourcensharing

„Die neue Power7-Technologie unterstützt bis zu vier Mal mehr Prozessorkerne als frühere Systeme.” - Franz Dornig, Platform Leader IBM Power Systems (Bild: IBM)
Für Kunden, die an ihre Kapazitätsgrenzen bei Energieverbrauch, Raum und Kühlung in Rechenzentren stoßen, kann die Konsolidierung älterer Systeme auf neue Power 795-Server zu mehr freiem Platz und einer um bis zu 75% gesenkten Energieaufnahme im Vergleich führen. "Damit kann der Bedarf für den Ausbau oder Neubau von Rechenzentren möglicherweise entfallen", so Dornig.
Hohe Einsparungsmöglichkeiten
Ein Beispiel für die hohen Einsparungsmöglichkeiten durch neue Technologien zeigt eine interessante Anwendung an der Universität Innsbruck. Mit dem IBM-basierten Supercomputer Leo II werden astronomische Berechnungen und Galaxie-Simulationen durchgeführt.
Bei der Anschaffung spielten vor allem auch die erwarteten laufenden Betriebskosten eine große Rolle, erläuterte Martin Vlcsek, Prokurist der EDV-Design Informationstechnologie: "Auf fünf Jahre Betriebsdauer gerechnet spart der Supercomputer etwa 70.000 Euro an Stromkosten ein." Das System vereint 129 Computer-Einheiten mit je 2,5 GHz Taktrate und 32 GB Hauptspeicher.
Highend für die "Mittelklasse"
IBM hat aber nicht nur am Highend "gedreht". Die Herausforderung immer mehr Daten "managen" zu müssen, trifft auch den Mittelstand und "klassische" IBM System i Anwender. Deshalb hat man vier Einstiegsserver mit Power7-Prozessor für mittelständische Kunden ins Programm genommen sowie Power7-basierte Appliances, darunter ein Smart Analytics-System für die Informationsanalyse im Echtzeitbetrieb aus sehr großen Datenmengen.
System i ist, wie Franz Dornig betont, nach wie vor erfolgreich unterwegs und biete gerade in Zeiten, wo der Effizienz von Rechnersystemen eine immer größere Aufmerksamkeit gewidmet wird, technologisch interessante Details.
Die neuen Systeme werden von IBM und IBM Business Partnern angeboten. Die neuen Express-Server laufen mit über 15.000 verfügbaren Anwendungen auf Basis der Plattformen AIX, IBM i und Linux. PowerVM ist ebenfalls verfügbar, mit der Kunden multiple Workloads auf einem oder mehreren Servern konsolidieren können. Zeitgleich wurde auch eine neue Version des IBM Unix Betriebssystems AIX 7 angekündigt. Die neuen Systeme werden auch von Red Hat Enterprise Linux 6 und Novell SUSE Linux Enterprise Server 11 unterstützt.




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8/2011
7/2011


Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 