Vor diesem Hintergrund sind Punkte wie Rückwärtskompabilität von Steckverbindern oder die möglichst ressourcenschonende Leistungssteigerung von Kupferverkabelungen ein wichtiges Thema. Heute gelten 10 Gbit/s als Standard, der Weg zu 40 Gbit/s wird aber schon beschritten. Auch die Normungsgremien haben sich dieses Themas bereits angenommen und im April dieses Jahres die Norm ISO/IEC 24764 veröffentlicht.
Diese Norm setzt Kupferverkabelungen voraus, die mindestens eine Bandbreite von 500 MHz unterstützen. Dies beschränkt die Auswahl der möglichen Verkabelungen im Rechenzentrum auf Klasse EA (500 MHz), Klasse F (600MHz) oder Klasse FA (1000MHz) und ein RJ45 kompatibles Interface. Der neue ISO Rechenzentrenstandard spezifiziert die Verwendung von IEC 60603-7 RJ45 kompatiblen Buchsen für Kupferverkabelung und speziell die IEC 60603-7-71 GG45 Buchse für Kat.7 und Kat.7A Verkabelungen. Nur bei Installationen, die im Rechenzentrum Cable Sharing einsetzen, sind andere Interfaces erlaubt.
GG45 sorgt für 40 Gbit

Gerd Kaufmann ist Gründer des Verkabelungs- spezialisten KSI, Kontakt-Systeme Inter GesmbH.
Das Projekt, das im Juni 2010 abgeschlossen wurde, basiert auf der Nexans LANmark-7A Lösung. Dieses Kupferkabel-System verbindet die Roboter mit den Hochleistungsrechnern und bietet höchste Leistung in der Datenübertragung. Es ist aber auch rückwärtskompatibel zur bereits vorher verwendeten RJ45 Infrastruktur. Die technische Ausstattung der GG45 Verbindungsstücke gewährleistet eine Bandbreite von 40 Gigabit/s und mehr.
Jim Mather, Entwicklungschef am Cancer Care Outpatient Center erklärte, dass mit höchster Sorgfalt das beste System ausgewählt wurde. "Es war klar, als das Gebäude entworfen wurde, dass wir absolut die beste Infrastruktur benötigen würden, die den laufenden Anforderungen des Chirurgiesystems gewachsen war. Jedoch benötigten wir auch ein System, das rückwärts kompatibel ist und dass 40Gigabit/s in einer rauen Umgebung liefern konnte. Außerdem sollte es für die folgenden fünfzehn oder zwanzig Jahre halten und ein vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis aufweisen. Die Nexans Lösung war einzigartig auf dem Markt. Kein anderes System erfüllte unsere Forderungen."
GG45 im Einsatz bei Blaguss
Aber auch österreichische Unternehmen wissen um den Vorteil einer flexiblen Lösung Bescheid. Beim Reisebusunternehmen Blaguss Reisen GmbH setzte man bei der Verkabelung eines neuerrichteten Busterminals ebenfalls auf den GC45-Stecker.
"Wir haben uns für die GC45 Steckverbindung entschieden, weil wir damit rückwärtskompatibel auch die im Einsatz befindlichen RJ-45 Patchkabel verwenden konnten. In der Zukunft müssen wir einfach nur die Patchkabel austauschen, um Geschwindigkeiten über 10Gbit/s realisieren zu können", erläutert Helmut Jäger, IT-Leiter bei Blaguss.




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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 