Zwei Steuermänner haben das Boot sicher durch stürmische Zeiten navigiert, die Gründer Martin Bittner (CEO) und Marcus Oppitz (CTO). Mitarbeiter und Kunden von SolveDirect feierten in der Wiener Urania das 10-Jahr-Jubiläum.
Das SolveDirect-Team in Österreich und Deutschland wurde in diesem Jahr um 40% vergrößert. Darüber hinaus wurde im Mai eine Tochtergesellschaft im Silicon Valley gegründet. "Wir haben eine starke Mannschaft mit der wir die Globalisierung vorantreiben. Was mich besonders freut ist die Tatsache, dass auch ein Großteil der Mitarbeiter der ersten Stunde nach wie vor an Board ist und die Mitarbeiter-Fluktuation sehr gering ist. Wir suchen auch weiter Mitarbeiter, die eine High-Performance-Culture im globalen Kontext schätzen, denn das Unternehmen wird nun global ausgerichtet", erklärt CEO Martin Bittner.
Der erste Kunde von SolveDirect war die österreichische Handelskette Spar, wo die SolveDirect Plattform gewährleistet, dass beim Ausfall von Kassen, Waagen, PCs und Druckern ohne Umwege die Störungsmeldungen an den richtigen Serviceprovider weiter geleitet werden. "Vor zehn Jahren haben wir die ersten 200 Filialen an SolveDirect angebunden. Heute steuern wir das Service Management von 1270 Eigenfilialen in ganz Österreich über SolveDirect. Künftig wollen wir auch die selbstständigen Sparkaufleute stärker ins Boot holen", sieht Roland Hahn, Leiter der Abteilung Informatik und Kommunikationstechnik bei Spar noch Entwicklungspotenzial.
"Heute sind in dem Umfeld viel mehr Aspekte zu berücksichtigen als vor zehn Jahren und auch das Bewusstsein im Markt, was bei einer Cloud Application Services messbar ist, ist heute viel größer. Wir fühlen uns in diesem Umfeld sehr wohl und registrieren mit großer Freude, dass sich der Markt inhaltlich weiter entwickelt und noch immer stärker wächst als der klassische Install Markt", konstatiert CTO Marcus Oppitz.
Noch sehr viel Zukunftspotenzial sieht SolveDirect in der schnellen Integration aller Servicepartner. Oppitz: "B2B Integration muss rascher und einfacher werden. Die Schlagworte dazu sind low touch und no touch. Low touch heißt, dass beide Partner wenig Aufwand bei der Integration haben, no touch heißt, sie müssen überhaupt keine Arbeit leisten. Das setzt natürlich voraus, dass man gut vorbereitete Standardmethoden verwendet. Wir haben ein low-touch-Verfahren entwickelt und werden diese Methodik in den nächsten Monaten weiter verfeinern, damit etwas, das heute 10 Tage dauert, künftig an einem Tag erledigt werden kann.“
Und Martin Bittner ergänzt: "Die nächste technologische Revolution wird nicht neue Features und Funktionalitäten bieten, sondern ease of use. Auch kleinere Unternehmen werden dadurch in die Lage versetzt am B2B-Prozess teilzunehmen, weil Investments drastisch sinken.“



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8/2011
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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 