Aufgegliedert nach Tätigkeitsbereichen entfielen 28,8 Prozent des Umsatzes 2009 auf „Unternehmensführung / Managementberatung“, 24,5 Prozent auf „Organisation, Technik, Technologie, Logistik“, 13,9 Prozent auf „Personalwesen / -entwicklung“, 13,8 Prozent auf „Controlling, Finanz- und Rechnungswesen“, 12,9 Prozent auf „Marketing, Vermarktung, Vertriebs-unterstützung“, sowie 6,1 Prozent auf „Spezialthemen“.
„Es ist erfreulich, dass Spezialthemen wie z .B. Diversity-, Change- und Umweltmanagement und Corporate Social Responsibility wieder verstärkt nachgefragt werden: ein Trend weg von kurzfristigen Sanierungsprojekten in Richtung langfristiger Projekte für nachhaltiges Wachstum“, meint Robert Bodenstein, Vorsitzender der Berufsgruppe Unternehmensberater im Fachverband Unternehmensberatung und IT (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich.
Gewerbliche Auftraggeber waren mit 81,2 Prozent Umsatzanteil 2009 die wichtigste Kundengruppe der Unternehmensberater. Die restlichen 18,8 Prozent entfielen auf öffentliche Aufträge. Das hohe Niveau der Exportquote der Beratungsleistungen konnte von 18,9 Prozent im Vorjahr auf 20,3 Prozent im Jahr 2009 gesteigert werden.
Gute Aussichten für 2010
„Unsere Branche wächst und blickt optimistisch in die Zukunft: laut KMU Forschung Austria wollen rund 20 Prozent der Unternehmensberater heuer ihre Investitionen gegenüber 2009 erhöhen. Außerdem planen sie die Zahl ihrer Mitarbeiter in den nächsten 6 Monaten durchschnittlich um 16,5 Prozent zu erhöhen“, so Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und IT der Wirtschaftskammer Österreich.
In der Unternehmensberaterbranche beurteilen mehr als die Hälfte der rund 11.900 österreichischen Betriebe die Auftragslage im 1. Halbjahr 2010 mit sehr gut oder eher gut. „Das zeigt das große Vertrauen der österreichischen Wirtschaft in die gute Qualität der Unternehmensberater“, ergänzt Alfred Harl. Für das 1. Halbjahr wird mit einer Umsatzsteigerung in Höhe von 13,6 Prozent gerechnet, wobei die Betriebe überdurchschnittlich optimistisch in Bezug auf die Beratungsfelder „Marketing, Vermarktung, Vertriebsunterstützung“ sowie „Personalwesen / -entwicklung“ sind. Für den Tätigkeitsbereich „Unternehmensführung / Managementberatung“ werden Umsatzrückgänge prognostiziert.


1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 