28 Aussteller präsentierten auf 3000m² ihre Neuheiten. Insgesamt 400 Monitore und Flatscreens, 250 Spielkonsolen und über 100 PCs standen für das überwiegend jugendliche Publikum bereit. Ganze 15 Kilometer Kabel wurden im Wiener Rathaus und am Rathausplatz für die Game City verlegt. Alle Geräte zusammengerechnet wurde an diesem Wochenende 10.400 Stunden gespielt
„Innerhalb von vier Jahren ist die Game City zum größten Event im Wiener Rathaus angewachsen. Ich freue mich, dass so viele, vor allem junge Menschen kommen. Der Ansturm und die Begeisterung der BesucherInnen zeigen, dass das Konzept der Game City – die Kombination von Unterhaltung, Spaß und guter Information für jedes Alter - am Puls der Zeit ist“, freut sich Christian Oxonitsch, Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport.
Starkes Interesse für Fachtagung
Während nebenan die neuesten Spieletitel praktisch erprobt wurden, erörterten international renommierte ExpertInnen auf der Fachtagung F.R.O.G. (Future and Reality of Gaming) den Stand der Forschung zu Computerspielen. Über 250 angemeldete Fachtagungsbesucher aus aller Welt folgten fünf Keynotes, 32 Lang- und 13 Kurzvorträgen.
Zentrale Leitfrage der diesjährigen Konferenz war die Vermischung zwischen Spiel, Kultur und Gesellschaft. Im Fokus stand dabei digitaler Sport. Im Computersportspiel treffen Kultur, Sport und Spiel, aber auch Publikum und Wettkampf aufeinander. Ist Fußball am Computer Sport? Warum simulieren die meisten Spiele „realen“ Sport und entfalten keine neuen Spielräume. Und wo spielen sich „Spiele“ eigentlich ab?
Renommierte Keynote Vortragende wie Ian Bogost, Henry Lowood und Mathias Mertens widmeten sich diesen Fragen in den Hallen des Wiener Rathauses. Die Spielpädagogin Katie Salen stellte im Rahmen der Fachtagung ihr Computerspiel-Schulmodell vor, das momentan in New York erfolgreich getestet wird.



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8/2011
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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 