610 Teilnehmer aus unterschiedlichen Unternehmen und Branchen gaben Auskunft darüber, wie der Datentransfer innerhalb ihres Unternehmens gehandhabt wird. Die Studie zeigt u.a., dass der überwiegende Teil der Unternehmen über keine einheitliche Transferregelungen zur Datenübertragung verfügt und Sicherheitsprotokolle oftmals ungenügend vorhanden sind beziehunsgweise nur sporadisch befolgt werden, was eine Lücke in der Datensicherheit hervorrufen kann.
Oft werden die eingesetzten Verfahren den geforderten Sicherheitsvorschriften nicht immer gerecht. Die Unternehmen sind sich laut der Umfrage dieser Tatsache bewusst, denn nahezu 53 % der Befragten sehen die Sicherheit als die größte Herausforderung beim Datentransfer.
In 77 % der europäischen Unternehmen werden den Angaben zufolge unternehmenskritische Daten intern als auch extern transferiert. Bei diesem hohen Prozentsatz ist eine einheitliche Regelung der Datenübertragung und der Aufstellung von Sicherheitsprotokollen unumgänglich. Dennoch gaben fast 64 % an, dass es in ihrem Unternehmen keine einheitliche Regelung für den Datentransfer gibt und somit nicht die notwendigen Standards erfüllt werden, die im heutigen Unternehmensumfeld dringend erforderlich sind.
Auch gibt teilweise der Kenntnisstand der Mitarbeiter Anlass zur Sorge. In 31 % der Unternehmen finden ständig Übertragungen von unternehmenskritischen Daten statt. Die Zahl derjenigen, die nicht weiß, wer im Unternehmen für die Sicherheit des Datentransfers zuständig ist, liegt laut Studie jedoch bei 17 % – also hat diese Anzahl von Mitarbeitern, die Daten austauscht, nicht das Wissen darüber, wer im Falle eines Fehlers oder Problems im Unternehmen zu kontaktieren ist, um Abhilfe zu schaffen. Des Weiteren ist laut Studie besorgniserregend, dass rund 23 % der Befragten keine Kenntnisse über die Prozesse – wie etwa Anti-Viren-Untersuchung, Ver- und Entschlüsselung und Benachrichtigung – nach Abschluss von Datenübertragungen haben.
Die Standards für die Sicherheit der Datenübertragung in Unternehmen werden immer wichtiger und somit sind einheitliche Regelungen zur Erfüllung des Bedarfs von Kunden und Geschäftspartnern beim File-Transfer-System dringend erforderlich. Daher ist es unausweichlich, dass Unternehmen ein System wählen, das auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten und leicht im Umgang ist, so die Studie.
„Die Studie von Attachmate zeigt, dass, obwohl die Menge als auch Größe der übermittelten Daten, weltweit kontinuierlich zunimmt, viele Unternehmen Ihre Sicherheitsbestimmungen und Datentransferregelungen noch nicht den bestehenden Standards angepasst haben,“ erläutert Stephan Sippel, Sales Manager Security & Integration Solutions bei Attachmate, Hersteller Softwarelösungen für Terminalemulation, Modernisierung von Legacy-Systemen, Managed File Transfer und Enterprise Fraud Management.


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8/2011
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Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. 